Nord-Kroatien und Triest – Abwechslungsreiche Tour zwischen Seenlandschaften, Strand und Stadt

Im August 2021 starteten wir unsere Rundreise durch Nord-Kroatien. Ich bevorzuge kurze Autofahrten und wir entschieden uns bewusst für eine Region mit geringen Distanzen. Innerhalb eines kleinen Radius bestaunten wir Seen– und Flusslandschaften und genossen Badeferien am Strand auf der Insel Cres. Den Heimweg verbanden wir mit einem Städtetrip in die Stadt Triest in Italien.

Ein Gastbeitrag von Meike Keil

Nord-Kroatien und Triest – Abwechslungsreiche Tour zwischen Seenlandschaften, Strand und Stadt

Die beschriebene Rundreise durch Nord-Kroatien ist für Familien ideal, da zwischen den Urlaubsorten nur wenige Stunden Fahrzeit liegen. Abseits der Autobahnen lässt sich vielerorts ein Stopp einplanen. Am Straßenrand verkaufen Händler lokale Produkte wie Käse, Honig, Öl oder Oliven.

#Hightlight Nord-Kroatiens: Plitvicer Seen – spektakuläre Farbschattierungen in Seen und Flüssen

Die Plitvicer Seen sind der Höhepunkt der Gespanschaft Lika-Senj im Nordwesten Kroatiens. Durch ihre einzigartige Beschaffenheit und Bekanntheit als Drehorte von Winnetou Filmen haben sich die Seen früh zu einem Tourismus-Magneten entwickelt: Der Nationalpark muss Besucherströme – ähnlich, wie das Schloss Neuschwanstein – aushalten. Der Andrang im August ist besonders hoch. Ein Besuch ist dennoch empfehlenswert. Die Farbschattierungen in den Seen und Flüssen sind beeindruckend. Das Farbenspiel des Wassers kann von keiner Bildbearbeitung getoppt werden. Bei den spektakulären Ausblicken auf das außergewöhnliche Naturschauspiel gelang es mir sogar, die Touristenströme neben mir auszublenden.

Temperaturen über 30 Grad schreckten uns nicht ab. Der Wald spendet genug Schatten. Im Nationalpark Plitvicer Seen gibt es Rundwege unterschiedlicher Länge. Für einen Tag solltet Ihr mindestens sechs Stunden einplanen. So seht Ihr den größten Wasserfall im Norden des Parks sowie die Wasserbecken und Flüsse im südlichen Teil. Im Park findet Ihr auch Touren „Off the beaten Track“. Dort werdet Ihr selbst in der Hochsaison nur wenigen Wanderern begegnen.

Tickets für den Nationalpark Plitvice könnte Ihr vorab online buchen.

#Slunj – Badetag am Fluss Korana und das historische Dorf Rastoke

Bei Temperaturen von 34 Grad benötigten wir eine Abkühlung. Im Nationalpark Plitvice herrscht allerdings Badeverbot, um die einzigartige Karstlandschaft und das Seengebiet zu schützen. Darum verbrachten wir einen Badetag am Fluss Korana unterhalb des malerischen Städtchens Slunj. Die Kinder übten sich am Sprungturm. Ich ließ mich mit der Luftmatratze durch das hübsche Flusstal treiben. Gegen Abend erkundeten wir in Slunj das historische Dorf Rastoke und das dazugehörenden  Freilichtmuseum. Mit fangfrischen Korana-Forellen in einem der idyllischen Restaurants ließen wir den Tag ausklingen.

#Kajakfahren auf dem Fluss Gacka

Der dritte Tag in Folge mit über 30 Grad: Wir entschieden uns für Kajakfahren und Baden an der Gacka. Der Fluss Gacka mit knapp 13 Grad ist eher etwas für Hartgesottene. Mit dem Kajak erkundeten wir die Flusslandschaft und beobachteten neugierig die Wasserwelt unter uns. Der Kajakverleih in Prozor vermietet auch transparente Boote, um die äußerst klare Unterwasser-Flusswelt noch besser betrachten zu können. Die Region rund um den Fluss Gacka ist touristisch wenig erschlossen und bietet einsame Genussmomente in der Natur.

#Insel Cres in Nord Kroatien – Baden, Schnorcheln und Kajakfahren

Die Fahrt von Plitvice über die Ausläufer des Velebit-Gebirges in Nord Kroatien und die Weiterfahrt auf die Insel Krk sind ein visuelles Erlebnis. Wir vermieden die Autobahn, entschieden uns für viele Serpentinen und wurden mit spektakulären Ausblicken auf die Kvarner Bucht belohnt. Die Insel Krk erreichten wir über eine Brücke und setzten von dort mit einer Fähre (45 Minuten) auf die Insel Cres über. Auf den ersten Blick ist sichtbar, dass die 66 Kilometer lange Insel Cres touristisch wenig erschlossen ist. Es gibt eine Straße (gut ausgebaut) von Nord nach Süd mit einer Handvoll Abzweigen zu ein paar Dörfern. Das viele Grün und die unverbauten Ausblicke sind beeindruckend. Cres punktet hinsichtlich Abgeschiedenheit und Naturbelassenheit. Fun und Action findet man nicht. Neben zwei Campingplätzen und wenigen Hotels gibt es eine überschaubare Anzahl an Ferienhäusern.

Wir genossen langsame Tage in unserem Ferienhaus am Strand mit Baden, Schnorcheln und Kajakfahren. Wer die schönsten Strände von Cres erforschen möchte, muss ein Boot mieten, eine Bootstour buchen oder einen längeren Fußmarsch zurücklegen. Die abgelegenen Strände, wie zum Beispiel Mali Bok oder Lubenice, konnten wir leider nicht besuchen. Für den langen Auf- und Abstieg zu Fuss war es einfach zu heiß. Ausflüge bieten sich an in die Inselhauptstadt Cres, in die Dörfer Valun und Lubenice sowie auf die (mit einer Brücke verbundene) Insel Lošinj.

#Triest – K&K trifft italienisches Flair

Auf der Rückreise aus Nord-Kroatien bietet sich ein Zwischenstopp in Triest (Italien) an. Die Stadt liegt eingerahmt von grünen Bergen im gleichnamigen Golf von Triest. Einen schönen Ausblick über die Stadt und das Umland bis nach Monfalcone hatten wir vom Castello di San Giusto. Die Burg befindet sich auf einer Anhöhe direkt in der Stadt und ist zu Fuß in einer halben Stunde vom Zentrum aus erreichbar.

Wir hatten keine Pläne und ließen uns treiben. So entdeckten wir die unterschiedlichen Ecken von Triest. Durch ein Gassengewirr mit typisch italienischem Flair unterhalb der Burg gelangten wir in das Zentrum der Altstadt. Dort säumen imposante Prachtbauten der K&K Zeit die Straßen. Inmitten der beindruckenden Bauten fanden wir einen venezianischen Kanal. Der gleichnamige Canale Grande ist jedoch der einzige Kanal in Triest. In der Nähe des Canale Grande stießen wir noch auf ein römisches Theater aus dem 1. Jahrhundert und auf eine beeindruckende Serbisch-Orthodoxe Kirche. Die Stadt zeigt sich an jeder Straßenecke mit einem neuen Gesicht, was uns fasziniert. Triest spielt touristisch gesehen eher in der 2. Liga. Dafür ist ein Städtetrip hier entspannt: keine Touristen-Schwärme, keine ausgebuchten Restaurants, kein Gedränge.

Hat Euch der Artikel “Nord-Kroatien und Triest – Abwechslungsreiche Tour zwischen Seenlandschaften, Strand und Stadt“ gefallen? Kennt Ihr schon Inkens Artikel über die Insel Pag weiter im Süden von Kroatien?

Ihr wollt mehr über Kroatien erfahren? Dann lest doch die Artikel über Dalmatien und Korcula.

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