Familienurlaub auf der Insel Korcula

Unser Familienurlaub auf der Insel Korcula war der Hit! Warum? Als wir in den Sommerferien da waren, fanden wir die Insel sehr gut geeignet für Kinder: sie bietet schöne Schnorchelplätze und Highlights wie Korcula-Stadt oder Gelegenheiten zum Motorboot oder Kayak fahren. Außerdem ist Korcula eine wunderschöne kroatische Insel auf der Höhe zwischen Split und Dubrovnik – mit üppiger Vegetation, dicht bewaldeten Hügeln und einer sehr bekannten Weinanbaugegend. Am bekanntesten sind die Weine Rukatak und Posip. In der Ortschaft Lumbarda wird der bekannte Weißwein Grk angebaut, der dem französischen Aperitivwein ähnelt. Lest selbst, was wir alles in unserem Familienurlaub auf Korcula erlebt haben!

Anreise & Übernachtung

Die Insel Korcula ist gut von den Flughäfen in Split oder Dubrovnik zu erreichen. Dort könnt Ihr Euch einen Mietwagen nehmen, um nach Korcula zu fahren, denn die Insel ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden.Eine andere Möglichkeit ist es, komplett auf den Mietwagen zu verzichten und alles mit Fähren und Taxis zu bewerkstelligen.

Wir entschieden uns für die lange Autofahrt von München nach Korcula , für die wir rund elf Stunden gebraucht hatten. Wir wohnten im Hotel Aminess Lume , einem gemütlichen Hotel in der Ortschaft Brna, das sogar Kinderbetreuung anbietet. Über das Hotel haben wir einen gesonderten Artikel geschrieben.

Wir waren rund 10 Tage auf der Insel und haben sehr viel erlebt. Was genau? Das erfahrt Ihr hier im Detail!

Unsere Ausflugstipps für den Familienurlaub auf Korcula

Aufregende Kayak-Tour zu den Inseln Vrnik, Badija und der Haseninsel

Gleich nach unserer Ankunft hatten wir bei Boris und Ivka die Sunset Kayak Tour ab Lumbarda gebucht. Die beiden bieten seit 2018 verschiedene Kayak-Touren und Camps an. Boris war vorher in der Schiffsbranche tätig, Ivka ist Restauratorin und arbeitet in der Wintersaison an verschiedenen Projekten in Korcula und Split. Wir begonnen unsere Tour in Lumbarda. Nach einer 20-minütigen Sicherheits- und Paddeleinweisung paddelten wir gegen Spätnachmittag mit neuen und sehr schnellen Kayaks in Richtung Vrnik. Dort besichtigten wir den ältesten und tiefsten Steinbruch der Adria. Jahrhundertelang, bis in die 60iger Jahre wurde dort Stein abgebaut, an manchen Stellen sogar bis 50 Meter unter dem Meeresspiegel. Man sieht bis heute auf der Insel Drahtseile und Schienen für den Transport der Steine bis zum Meer, wo sie früher auf Boote geladen wurden. Der Stein wurde beispielsweise in Dubrovnik oder der Agia Sofia in Istanbul verbaut und wird das „Gold Dalmatiens“ genannt.

Danach sprangen wir zurück in die Kayaks und weiter ging es! Wir steuerten die Klosterinsel Badija an. Nachdem wir angelegt haben, machten wir einen Spaziergang um das Kloster und Boris erzählte uns ein bisschen zur Geschichte des Klosters, das in der Vergangenheit schon mal ein Internat und Krankenhaus war. Auf der Insel begegneten uns freilaufende Rehe und Hirsche. Unsere Kinder waren ganz entzückt und Boris gab ihnen Johannisbrotschoten von den Bäumen, mit denen sie die Tiere füttern durften.

Und zu guter Letzt paddelten wir zu unserer letzten Insel, die wir Haseninsel getauft hatten, um dort unseren Sundowner und Canapes zu uns zu nehmen, die Ivka und Boris für uns vorbereitet hatten. Hier hüpften zahlreiche Hasen um uns herum, die nur darauf warteten, dass wir unsere Canapes nicht alleine aßen. Hier tranken wir auch den landestypischen Grk-Wein, der dem französischen Aperitivwein sehr ähnelt.

Schließlich ging es wieder zurück nach Lumbarda. Es dämmerte schon und wir hatten ein wenig mit Strömung und Wind zu kämpfen. Aber am Ende war alles gut und wir landeten wieder sicher in unserem Ausgangshafen in Lumbarda. Alles in allem war die Kayak-Tour ein sehr gelungener Ausflug, den wir unbedingt weiterempfehlen möchten.

Schnorcheln und Motorboot fahren zu den vorgelagerten Inseln von Brna

Schnorcheln und Motorboot fahren ist ein absolutes Muss in Kroatien. Denn die zahlreichen kleinen Inselchen mit traumhaften Schnorchelplätzen lassen sich nur per Boot (oder Kayak) ansteuern. Wir mieteten uns in Brna bei einem kleinen Motorbootverleih ein günstiges Motorboot für € 80 für den ganzen Tag (und brauchten bei 5 PS auch keinen Motorboot-Führerschein) und fuhren zu den Inseln Vrhovnjak, Sridnjak, Crlica und Stupa. Nachdem wir ein nettes Plätzchen gefunden hatten, ankerten wir dort. Während wir Erwachsenen uns sonnten und die einzigartige Unterwasserwelt per Schnorchel bewunderten, bauten die Kinder Hütten aus Ästen und Piniennadeln. Ein rundum gelungener Tag!

Istruga-Strand – Heilschlamm und Höhle

Der Istruga-Strand ist der einzige Sandstrand auf Korcula. Vielleicht nicht besonders repräsentativ, aber es gibt dort den besagten Heilschlamm, der Rheuma-Erkrankungen heilen soll. Das flache Wasser, Sand und natürliche Schatten sind gut für den Familienurlaub auf Korcula geeignet. Wir machten einen kurzen Ausflug dorthin und entdeckten außerdem einen schönen Spazierweg entlang der Küste, der auch an einer kleinen Höhle vorbei führt. Der Weg beginnt direkt am Istruga-Strand.

Pupnatska-Strand – Kakteenbäume und Wasser

Der Pupnatska-Strand ist der einzige Strand mit Kiessand auf Korcula  und liegt in einer lang gezogenen Bucht. Auf einer engen Bergstraße erreichten wir den – leider – sehr überfüllten Strand. Letztendlich waren wir froh, dass wir noch einen Parkplatz ergattert hatten und stiegen dann durch einen Kakteenwald hinab zum Strand und badeten dort kurz. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer netten Bar mit chilliger Musik vorbei, umgeben von Kakteen. Unser Tipp: Fahrt nur unter der Woche dorthin oder in der Nebensaison am Wochenende.

Korcula-Stadt – Ahoi, Marco Polo!

Neben Split und Dubrovnik ist Korcula-Stadt von ebenso großer Schönheit. Wir betraten die Stadt über eine Brücke und waren ganz fasziniert von den kleinen süßen Gässchen und seinen stilvollen Hausfassaden im venezianischen Baustil.  Insbesondere ist Korcula-Stadt auch durch Marco Polo bekannt, der hier geboren wurde. Ihr könnt sogar sein Geburtshaus besichtigen.

Sehr sehenswert ist die Kathedrale und sein Glockenturm, von dem wir eine tolle Aussicht auf die Stadt und sein Umland hatten. Auch besichtigten wir das Marco Polo-Museum, von dem die Kinder ganz begeistert waren. Es erzählte in anschaulichen Szenen mit einem Audioguide von den unterschiedlichen Reisen des Marco Polos.

Korcula-Stadt ist auch sehr nett zum Shoppen. Nette kleine Boutiquen mit einheimischen Designern wie Electric Ladyland oder Decora und schöne Schmuckläden wart.en hier auf Euch.

Vela Luca und Vela Spila, die Höhle

In der Nähe von Vela Luca befindet sich noch eine kleine Höhle, Vela Spila. Die Meinungen sind gespalten, ob ein Ausflug dorthin lohnt. Wir waren selbst nicht dort, haben uns aber sagen lassen, dass man die Höhle besuchen sollte, wenn dort Veranstaltungen stattfinden. Ansonsten ist sie jedoch sehr klein und kostet Eintritt.

Insel Lastovo – unberührte Natur

Von Brna aus hatten wir am letzten Tag einen organisierten Bootsausflug nach Lastovo unternommen. Lastovo befindet sich zehn Kilometer von Brna entfernt und ist ein absolutes Naturparadies. Außer ein paar Dörfern findet man hier ausschließlich unberührte Natur. Lastovo ist ein unter Schutz stehender Naturpark, der sich auf der Liste der zehn Paradiesgärten im Mittelmeer befindet. Unser erster Stopp war das Dörfchen Lastovo. Schon im kleinen Hafenbecken fiel uns auf, dass das Wasser kristallklar war und nahmen dort unser erstes Bad. Danach stiegen wir ungefähr zehn Minuten den Berg in das Dörfchen Lastovo hinauf und erkundeten es, das neben seiner Ursprünglichkeit und Authentizität auch für seine Schornsteine bekannt ist. Sie zeichnen sich nämlich durch ihre Höhe und zylindrische Form aus. Sie mussten früher sehr hoch sein, damit der Wind den Rauch nicht wieder ins Haus „drückte“. Mittlerweile sind sie ein Statussymbol vieler Familien – je größer und schöner, desto höher ist der Status einer Familie. Eine weitere Besonderheit von Lastovo war bzw. ist der dunkle Nachthimmel. Fast nirgendwo in Europa ist es so dunkel wie in Lastovo, da es keine störenden Lichter gibt. So kann man die Milchstraße mit bloßem Auge erkennen.

Wir machten Rast in der Konoba Fumari, wo uns in einem sehr schönen Gastgarten ein leckerer Spinatsalat mit Bohnen, ein Tomaten-Krautsalat und Fisch serviert wurde. Sehr zu empfehlen. Auch wagten wir bei der Hitze den Aufstieg zur Burg von Lastovo. Sie ist leider nicht sehenswert, dafür hatten wir von dort oben einen herrlichen Blick auf die Berge und das Meer.

Ein Familienurlaub auf der Insel Korcula können wir wärmstens empfehlen, denn es gibt viel zu erleben!

Ihr wollt mehr über Kroatien erfahren? Dann lest doch unsere Artikel über Dalmatien oder über unseren Familienurlaub in Istrien oder auch über die Kvarner Bucht.

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