Familienurlaub auf der Insel Korcula

Korcula ist eine wunderschöne kroatische Insel auf der Höhe zwischen Split und Dubrovnik – mit üppiger Vegetation, dicht bewaldeten Hügeln und einer sehr bekannten Weinanbaugegend. Am bekanntesten sind die Weine Rukatak und Posip. In der Ortschaft Lumbarda wird der bekannte Weißwein Grk angebaut, der dem französischen Aperitivwein ähnelt. Neben Split und Dubrovnik ist Korcula-Stadt eine sehenswürdige Stadt. Als wir in den Sommerferien da waren, fanden wir die Insel sehr gut geeignet für Kinder: sie bietet schöne Strände, Schnorchelplätze und Highlights wie Korcula-Stadt oder die Höhlen von Vela Luca.

Familienurlaub auf der Insel Korcula

Die Insel Korcula ist gut von den Flughäfen in Split oder Dubrovnik zu erreichen. Wir haben uns für die lange Autofahrt von München nach Korsula entschieden, für die wir rund elf Stunden gebraucht hatten.

Wir wohnten im Hotel Aminess Lume , einem gemütlichen Hotel in der Ortschaft Brna, das sogar Kinderbetreuung anbietet.

Was haben wir so unternommen?

Kayak-Tour zu den Inseln Vrnik, Badija und der Haseninsel

Am dritten Tag nach unserer Ankunft  hatten wir bei Boris und Ivka die Sunset Kayak Tour ab Lumbarda gebucht. Die beiden bieten seit 2018 verschiedene Kayak-Touren und Camps an. Boris war vorher in der Schiffsbranche tätig, Ivka ist Restauratorin und arbeitet in der Wintersaison an verschiedenen Projekten in Korcula und Split. Wir begonnen unsere Tour nach einer 20-minütigen Sicherheits- und Paddeleinweisung gegen Spätnachmittag mit neuen und sehr schnellen Kayaks in Richtung Vrnik. Dort besichtigten wir den ältesten und tiefsten Steinbruch der Adria. Jahrhundertelang, bis in die 60iger Jahre, wurde dort Stein abgebaut, an manchen Stellen sogar bis 50 Meter unter dem Meeresspiegel . Man sieht bis heute auf der Insel Drahtseile und Schienen für den Transport der Steine bis zum Meer, wo sie dann auf Boote geladen wurden. Der Stein wurde beispielsweise in Dubrovnik oder der Agia Sofia in Istanbul verbaut und wird das Gold Dalmatiens genannt.

Danach sprangen wir zurück in die Kayaks und steuerten die Klosterinsel Badija an. Nachdem wir angelegt haben, machten wir einen Spaziergang um das Kloster und Boris erzählte uns ein bisschen zur Geschichte des Klosters, das in der Vergangenheit schon mal ein Internat und Krankenhaus war. Auf der Insel begegneten  uns Rehe und Hirsche. Unsere Kinder waren ganz entzückt und Boris gab Ihnen Johannisbrotschoten von den Bäumen, mit denen sie die Tiere füttern durften.

Dann ging es zu unserer letzten Insel, die wir Haseninsel getauft hatten, um dort unseren Sundowner und Canapes zu uns zu nehmen. Hier hüpften zahlreiche Hasen um uns herum, die nur darauf warteten, dass wir unsere Canapes nicht alleine aßen. Hier tranken wir auch den landetypischen Grk-Wein, der dem französischen Aperitivwein sehr ähnelt.

Schließlich ging es wieder zurück nach Lumbarda. In allem war die Kayak-Tour ein sehr gelungener Ausflug, den wir unbedingt weiterempfehlen möchten.

Schnorcheln und Motorboot fahren auf die vorgelagerten Inseln von Brna

Schnorcheln und Motorboot fahren ist ein absolutes Muss in Kroatien. Die zahlreichen kleinen Inselchen mit traumhaften Schnorchelplätzen  lassen sich nur per Boot ansteuern – teilweise sind sie auch mit dem Kayak erreichbar. Ein weiterer Vorteil: Ihr könnt die zahlreichen Touristen auf dem Festland hinter Euch lassen! Wir hatten uns in Brna ein Motorboot gemietet und brauchten bei 5 PS auch keinen Motorboot-Führerschein. Sehr schön war der Ausflug zu den Inseln Vrhovnjak, Sridnjak, Crlica und Stupa. Während wir Erwachsenen schnorchelten und die einzigartige Unterwasserwelt bewunderten, bauten die Kinder Hütten aus Ästen und Piniennadeln – oder schnorchelten.

Istruga-Strand – Heilschlamm und Höhle

Der Istruga-Strand ist vielleicht nicht besonders repräsentativ, aber es gibt dort den besagten Heilschlamm, der Rheuma-Erkrankungen heilen soll. Wir machten einen kurzen Ausflug dorthin und entdeckten außerdem einen schönen Spazierweg entlang der Küste, der auch an einer Höhle vorbei führt.

Pupnatska-Strand

Der Pupnatska-Strand ist der einzige Strand mit Kiessand auf Korcula  und liegt in einer lang gezogenen Bucht. Auf einer engen Bergstraße erreichten wir den – leider – sehr überfüllten Strand. Wir waren froh, dass wir noch einen Parkplatz ergattert hatten und stiegen dann durch einen Kakteenwald hinab zum Strand und badeten dort kurz. Wir würden dort nicht noch einmal hinfahren, zumal er auch etwas dreckig war – nur vielleicht für einen Fotostopp.

Korcula-Stadt

Neben Split und Dubrovnik ist Korcula-Stadt von ebenso großer Schönheit. Wir betraten die Stadt über eine Brücke und waren ganz fasziniert von den kleinen süßen Gässchen und seinen stilvollen Hausfassaden. War man bereits in Venedig, erkennt man den venezianischen Baustil.  Denn zwischen 1420 und 1797 beherrschte Venedig die Insel Korcula. Korcula-Stadt ist auch durch Marco Polo bekannt, der hier geboren wurde. Ihr könnt sogar sein Geburtshaus besichtigen.

Sehr sehenswert ist die Kathedrale und sein Glockenturm, von dem wir eine tolle Aussicht auf die Stadt und sein Umland hatten. Auch besichtigten wir das Marco Polo-Museum, von dem die Kinder ganz begeistert waren. Es erzählt in anschaulichen Szenen mit einem Audioguide von den unterschiedlichen Reisen des Marco Polos.

Korcula-Stadt ist auch sehr nett zum Shoppen. Nette kleine Boutiquen mit einheimischen Designern wie Electric Ladyland oder Decora und schöne Schmuckläden sind hier zu finden.

Vela Luca und Vela Spila, die Höhle

In der Nähe von Vela Luca befindet sich noch eine kleine Höhle, Vela Spila. Die Meinungen sind gespalten, ob ein Ausflug dorthin lohnt. Wir waren selbst nicht dort, haben uns aber sagen lassen, dass es sich lohnt, wenn dort Veranstaltungen stattfinden, ansonsten ist sie jedoch sehr klein und kostet Eintritt.

Insel Lastovo – unberührte Natur

Von Brna aus hatten wir am letzten Tag einen organisierten  Bootsausflug nach Lastovo unternommen. Lastovo befindet sich ca. 10 km von Brna entfernt und ist ein absolutes Naturparadies. Außer ein paar Dörfern findet man hier ausschließlich unberührte Natur. Lastovo ist ein unter Schutz stehender Naturpark, der sich auf der Liste der zehn Paradiesgärten im Mittelmeer befindet. Unser erster Stopp war das Dörfchen Lastovo. Schon im kleinen Hafenbecken fiel uns auf, dass das Wasser kristallklar war und nahmen dort unser erstes Bad. Danach stiegen wir ungefähr 10 Minuten den Berg hinauf und erkundeten das Dörfchen, das neben seiner Ursprünglichkeit und Authentizität auch für seine Schornsteine bekannt ist. Sie zeichnen sich durch ihre Höhe und zylindrische Form aus. Sie mussten sehr hoch sein, damit der Wind den Rauch nicht wieder ins Haus „drückte“. Sie sind aber auch ein Statussymbol vieler Familien – je größer und schöner, desto höher ist der Status einer Familie . Eine weitere Besonderheit von Lastovo war bzw. ist der dunkle Nachthimmel. Fast nirgendwo in Europa ist es so dunkel wie in Lastovo, da es keine störenden Lichter gibt. So kann man die Milchstraße mit bloßem Auge erkennen.

Wir machten Rast in der Kanoba Fumari, wo uns in einem sehr schönen Gastgarten ein leckerer Spinatsalat mit Bohnen, ein Tomaten-Krautsalat und Fisch serviert wurde. Sehr zu empfehlen. Auch wagten wir bei der Hitze den Aufstieg zur Burg. Sie ist leider nicht sehenswert, dafür hatten wir von dort oben einen herrlichen Blick auf die Berge und das Meer.

Ihr merkt, Korcula und seine Umgebung hat vieles zu bieten. Daher können wir es für Familien mit etwas größeren Kindern, die schon schwimmen können, sehr empfehlen.

Ihr wollt mehr über Kroatien erfahren? Dann lest doch unsere Artikel über Dalmatien oder über unseren Familienurlaub in Istrien oder auch über die Kvarner Bucht.

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