Dalmatien – Kroatien von der schönsten Seite Die Route entlang der UNESCO Weltkulturgüter: Plitwitzer Seen, Split, Dubrovnik & Co

Dalmatien, der südliche Teil Kroatiens, ist wunderschön und besticht mit einzigartigen Städten wie Split oder Dubrovnik, seiner vielfältigen Inselwelt und den Nationalparks, deren traumhafte Kulisse der eine oder andere schon in Filmen wieder erkannt hat. Dennoch ist Kroatien teuer geworden und im Sommer in den Badeorten auf dem Festland sehr überlaufen. Griechenland und Portugal sind im Vergleich dazu mittlerweile günstigere Reiseländer. Dennoch ist es gerade für die Süddeutschen ein einfach zu erreichendes Urlaubsziel, das im Sommer unter Garantie einen schönen Badeurlaub verspricht! 

Dalmatien – Kroatien von der schönsten Seite

Plitwitzer Seen – die Filmkulisse von Winnetou & Co

Der Nationalpark Plitwitzer Seen ist das Naturspektakel schlechthin – weit über Dalmatiens Grenzen hinaus. Auf wenigen Quadratkilometern reihen sich tiefblau bis türkis schimmernde Seen, die durch herrliche Wasserfälle miteinander verbunden sind. Fast wie gemalt! Es gibt verschiedene Rundwege durch den Nationalpark, der kostenpflichtig ist. Mit Kinderwagen sind die Wege nur teilweise zu machen – wem es nichts ausmacht, den Wagen über ein paar Treppen und Stege zu tragen, kann es versuchen. Wir würden aber die Kraxe empfehlen!

Vorsicht mit Wertsachen im Auto! Wir haben dummerweise unser Handy im Auto gelassen – das auch prompt gestohlen wurde. Das Auto, bzw. Autoschloss war unbeschädigt, zum Glück! Aber ein Indiz, dass hier Profis am Werk waren!

Plitwitzer Seen

Split – Zurück in die Vergangenheit

Die Spliter Innenstadt und der Diokletianspalast

Wir haben schon lange nicht mehr so etwas Wunderbares gesehen: der Diokletianspalast zeigt lebendige römische Geschichte. Seitdem alle Innenstadtgebäude sandstrahlgereinigt wurden, leuchtet der Palast, der 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, umso mehr. Unsere Kinder fanden es toll, sich das römische Leben, das sie bisher aus Asterix und Obelix kannten, vorzustellen. Der Diokletianspalast wurde als Alterssitz für den römischen Kaiser Diokletian erbaut. Er ist einer der am besten erhalten gebliebenen Denkmäler des römischen Bauwesens in der ganzen Welt und bildet heute die Innenstadt Splits. Ein rechteckiger Bau mit vier Eingängen zu jeder Seite beherbergte einst eine Luxus-Villa, die Sommerresidenz des Kaisers, einen Tempel, ein römisches Soldatenlager, ein Quartier für religiöse Zeremonien, Staatsbesucher und –empfänge und einen Teil, wo die Soldaten und Angestellten des Palastes wohnten. Während der Jahrhunderte adaptierten die Palastbewohner und später auch die Bürger von Split die Palasträume wie es ihren Bedürfnissen entsprach. Dadurch veränderte sich das ursprüngliche Aussehen des Palastes. Der Eintritt in den Palast ist, da Altstadt von Split, kostenlos.

Einen Besuch wert ist der Glockenturm, der jedem einen tollen Rundum-Blick über Split und die Umgebung beschert. Der Aufstieg ist allerdings nicht ganz einfach, da die Stufen sehr steil sind. Auch sollte man schwindelfrei sein! Auch die Kathedrale (Mausoleum) mit dem Schatzraum und der Jupitertempel lohnen einen Besuch.

Der Eintritt hierfür ist nicht kostenlos.

Restaurants & Co

Konoba Kord Joze
Die Kanoba Kod Joze ist ein nettes, kinderfreundliches und eher traditionelles Restaurant mit moderaten Preisen und einer hervorragenden dalmatinischen Küche. Sehr zu empfehlen sind die grünen Nudeln mit Meeresfrüchten oder die Scampi-Spieße mit Mangold-Reis!

Konoba Kod Joze

Zoi
Etwas chicker geht es im Zoi zu. Auf einem Balkon über der Hafenpromenade thront das Restaurant, für dessen Lage man sehr hohe Preise zahlt. Die Lage ist aber einzigartig!

Zoi

Raftingtour auf der Cetina

Mehrere Anbieter in Trogir und Split (auch online) bieten einen Ausflug für eine Raftingtour auf der Cetina im Naturschutzgebiet Cetina-Tal an. Unsere Freunde hatten die Tour gebucht und waren begeistert, da die Landschaft wunderschön und das Rafting mit Kindern gut machbar war. Wenn auch die Stromschnellen für Erwachsene etwas mau sind, so sind sie gerade für Kinder genau richtig.

Trogir – hübsches Städtchen

Trogir gehört wie Split ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe, ist auch absolut sehenswert und besitzt eine Mischung aus Renaissance-, Barock- und Romantikgebäuden. Wir sind durch die Gassen der Stadt geschlendert und haben uns die Kathedrale von außen angeschaut, da wir zu geizig waren, um Eintritt zu bezahlen – der kurze Blick genügte uns. Auf der Uferpromenade hat uns ein Geschäft beeindruckt, das unglaublich schöne Korallen und Riesen-Muscheln verkaufte. Leider waren sie für uns nicht erschwinglich. Aber ein Besuch lohnt, um diese Kostbarkeiten aus dem Meer zu bestaunen.

Ein Badeausflug in Slatine Bay

Wie wir ja wissen, ist Kroatien vor allem in den Sommermonaten alles andere als einsam. Auf der Suche nach leeren Stränden, die mit dem Auto erreichbar sind,  wird man oft enttäuscht. Anders auf unserem Bade- und Schnorchelausflug in Slatine Bay auf der Insel Ciovo, die wir von Trogir über eine Autobrücke erreichten! Wir fuhren auf der Insel einen relativ langen Schotterweg bis zur Mat 1 beach Bar und parkten unser Auto dort. Hinter der Bar gibt es wunderbare Schnorchelplätze, wo Ihr Fische, Korallen und Seeigel beobachten könnt.

Dubrovnik – die Perle Dalmatiens

Spektakuläre Stadtmauer und phänomenaler Blick auf Dalmatiens Inselwelt

Unsere Lieblingsstadt ist definitiv Dubrovnik!  Eine Stadt die man mal gesehen haben muss. Sie gehört ebenfalls zum UNESCO- Weltkulturerbe und ist faszinierend. Umgeben von einer imposanten Festungsmauer befinden sich im Inneren Paläste, Kirchen, Kloster und Bürgerhäuser. Da Jahrhunderte von Fußgängern alle Straßen picobello glatt poliert haben, erstrahlt die Altstadt in strahlendem Weiß. Dubrovnik erlebte seine Blütezeit vom 14. bis 16. Jahrhundert

Das Dubrovnik so schön ist, hat sich aber mittlerweile herumgesprochen! Als wir Anfang September in Dubrovnik waren, begann an der „Pile-Gate“ unser persönlicher Urlaubs  „Alptraum“. Wir können es leider nicht anders nennen, denn in noch gewaltigeren Menschenmassen haben wir uns das letzte Mal zum Italienerwochenende auf dem Oktoberfest bewegt. Hier schoben sich Busladungen von Touristen durch das kleine Eingangstor, das in die Altstadt führt. Stehen zu bleiben und in Andenken an Sir Jemie, der hier in einer Game of Thrones-Folge durchmarschierte, ein Foto zu machen, war schier unmöglich. Sobald man aber dem Nadelöhr in die Altstadt hinein und dem Hauptplatz mit seiner Fontana entflohen ist, kann man dann wunderbar durch die engen, schattigen Gassen flanieren. Geheimplätze oder altbelassene, authentische Plätze sucht man tagsüber vergeblich – dazu ist die Stadt einfach schon zu durchgestylt. Dafür erwarten Euch hervorragende Restaurants, interessante Rundtouren mit äußerst bemühten Guides und vor den Stadtmauern Bootstouren für wenig Geld, in der ihr die Stadtmauern und die vorgelagerte Insel Lokrum aus einer ganz anderen Perspektive betrachten könnt. Sehr schön und stimmungsvoll ist es, am Abend durch die kleinen Gässchen zu bummeln und das ein oder andere Kuriosum zu entdecken. So gab es einen eigenen Fußballplatz in der Altstadt, ein Haus mit mehreren aufgemalten Kakerlaken. Aber auch ein Blick in die Kirchen, Klöster und Kathedralen lohnen. Gerade wenn man abends durch die Stadt läuft, finden Abendmessen statt. Dann haben die Gotteshäuser nochmal ein ganz anderes Ambiente!

Rundgang auf der Stadtmauer

Natürlich ist die Stadt beeindruckend – auch mit vielen Touristen. Besonders empfehlen möchten wir Euch den ca. eineinhalbstündigen Rundgang auf der Stadtmauer. Zwar müsst Ihr dafür 20 Euro pro Erwachsenen berappen, aber die grandiose Aussicht auf das Meer und in die Stadt sind es unbedingt wert. Auch hier haben wir uns die schmalen Wege und vielen Treppen mit vielen internationalen Touristengruppen geteilt. Ein Schwank: Auf einem besonders exponierten Aussichtspunkt ruft uns ein wildfremder Mann mit einer Kamera „Aida Blue? Aida Blue?“ zu. Wir schauen verduzt, verstehen aber schnell, dass er Berufsfotograf des Kreuzfahrtschiffes AIDA ist, uns (schlimmerweise) als Gäste des Dampfers ausgemacht hatte und für die allabendliche Fotowand fotografieren wollte. Ohne Worte. Abgesehen von den Menschenmassen ist der Rundgang aber einfach herrlich! Eigentlich kommt man kaum voran – an jeder Ecke findet sich ein anderes tolles Fotomotiv. Achtung, nehmt Wasser mit und lasst die Kraxn und Kleinkinder zuhause. Es ist einfach zu sonnig und heiß auf der Mauer. Das wird auch an den beiden Erste Hilfe-Stationen auf dem Weg deutlich, wo Sanitäter auf überanstrengte und überhitzte Touristen warten.

Mit der Gondel auf einen Sundowner mit Blick aufs Meer

Wer es etwas ruhiger mag, dem empfehlen wir die Gondelfahrt auf den hauseigenen Berg. Dort und genossen wir bei einem Sundowner den Sonnenuntergang und den genialen Blick auf Dubrovnik.

Restaurants & Co

Gut gegessen haben wir abseits der Touristenströme in der Konoba Aquarius: ein nettes, bodenständiges Lokal mit einem ruhigen Biergarten, geradezu ideal für Familien. Die Preise waren hier im Vergleich zu anderen Restaurants zudem moderater.

Ston – eine noch nicht entdeckte spektakuläre Sehenswürdigkeit

Auf der Weiterreise von Dubrovnik nach Korcula haben wir Station in Mali Ston auf der Halbinsel Pelesac gemacht. Mali Ston ist für zwei Dinge bekannt: seine Muschel- und Austernzucht und seine Wehrmauer. Die Wehrmauer ist Europas längste begehbare Mauer, die von Mali Ston nach Ston geht. Sie entstand im 13. Jahrhundert, ist 5,5 km lang  und diente zum Schutz der Salzgewinnungsanlagen von Ston. Wir haben einen 40-minütigen Spaziergang auf der Mauer gemacht und uns wie auf der Chinesischen Mauer gefühlt. Es ging bergauf und bergab – leider in der größten Mittagshitze! Aber es war trotzdem toll, auch schon wegen des grandiosen Ausblicks über Mali Ston und seine Muschelzuchtanlagen und Richtung Ston auf seine Salzgewinnungsanlagen. Und das Einzigartige: Wir waren nur mit einer anderen Touri-Familie auf der Wehrmauer unterwegs, die auch schon auf der Hälfte schlapp machte. Also, solltet Ihr in Kroatien noch ein touristenleeres Ziel suchen, seid Ihr hier genau richtig aufgehoben.

Danach sind wir dann nach Mali Ston in die Tavern Bota Sare gegangen und haben uns mit frischen Muscheln belohnt.

 

 

 

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