Costa Brava & Barcelona – die perfekte Kombi

Von wegen Bettenburgen: Wer um Lloret de Mar einen großen Bogen macht, findet an der Costa Brava entspannte kleine Orte und bezaubernde Badebuchten. Und zur Krönung gibt es Doppeldeckerbus-Sightseeing und ein Tipi in Barcelona. Unsere liebe Freundin Ulli erzählt Euch heute von Ihrem Kombi-Tripp Costa Brava und Barcelona mit Familie.

Costa Brava & Barcelona – die perfekte Kombi

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es war super! Aber alle, denen wir davon erzählten, dass wir an die Costa Brava fahren, reagierten erst einmal entsetzt: „Ist die Küste da nicht sehr zugebaut?“ Nein, ist sie nicht – nur eben in Lloret de Mar – und dieser Ort lässt sich gut umfahren. Wir waren gar nicht dort.

Die Costa Brava und Barcelona sind eine perfekte Kombi. Klar, wir möchten uns im Urlaub erholen, aber wir wollten auch raus aus dem Hotel und neue Eindrücke gewinnen – und zwar am liebsten in einer spannenden Stadt. Barcelona ist zwar groß, aber trotzdem gut überschaubar. Ein Wochenende reicht, um einen Eindruck von dieser berühmten Stadt zu gewinnen und selbst mit Kindern die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Tolle Strände und Badebuchten an der Costa Brava

Die ersten Tage an der Küste dienten ausschließlich zur Entspannung. Wir verbrachten viel Zeit in unserem Hotel in Begur am Pool und an unserem bezaubernden, von Felsen eingerahmten, kleinen Strand an der Badia d’Aiguablava. Aber wir unternahmen auch jeden Tag etwas wie schöne Strandspaziergänge in der Nähe unseres Hotels oder Ausflüge in die Umgebung. Einen Nachmittag verbrachten in Pals, einem mittelalterlichen Dorf, auf einem Hügel gelegen, und fast vollständig erhalten. Ganz oben standen eine Kirche und ein Turm, von dem wir eine schöne Aussicht hatten. Ein anderes Mal aßen wir in dem süßen ehemaligen Fischerdörfchen Tamariu zu Abend oder in Empúries in einem Hotel direkt neben den römischen Ausgrabungen.

Highlight Cadaqués

Alle Orte haben etwas Besonderes, aber Cadaqués war unser absolutes Highlight. Die Häuser waren alle weiß. Es gab eine schöne Strandpromenade, kleine Boutiquen, Galerien und viele nette Restaurants. Schon alleine die Fahrt dorthin war toll. Cadaqués liegt fast schon an der französischen Grenze auf einer Halbinsel. Die letzten Kilometer schlängelte sich die kurvenreiche Straße (Achtung Reiseübelkeit) durch eine wunderschöne Landschaft, die zusammen mit dem Farbenspiel der Sonne fast schon etwas Magisches an sich hatte. Karg und felsig, aber doch mit Sträuchern und Gräser bewachsen. Wir fuhren am späten Nachmittag, als die Sonne schon nicht mehr so grell war und diese besondere Stimmung schaffte.

Vielleicht hat Salvador Dali deswegen so lange in Cadaqués gewohnt. Wir fuhren zu seinem Haus in Portlligat und schauten es uns immerhin von außen an. Zwar habe ich noch versucht, online vorab zu reservieren, aber wir waren zu spät dran. Alle zehn Minuten durfte  jeweils nur eine kleine Gruppe gleichzeitig das Haus besichtigen und die Slots waren offenbar sehr begehrt.

Barcelona

Schuhe statt Picasso in Barcelona

„Sehr begehrt“ und „online reservieren“ sind die passenden Stichwörter für Barcelona. Als wir vor ungefähr sieben Jahren zuletzt in Barcelona waren, konnten wir die Sagrada Familia noch einfach so besichtigen. Ok, wir mussten an der Kasse anstehen, aber inzwischen ist es so, dass ohne ein Online-Ticket gar nichts mehr geht. Zum Glück hatten wir eines. Denn als wir ankamen, empfingt uns schon ein Schild, auf dem stand, dass die Tickets für den heutigen Tag „sold out“ seien. Bei einem Bummel durch die Innenstadt auf eigene Faust (der Rest der Familie planschte im Pool) wollte ich ins Picasso Museum, aber auch hier hätte ich vorher reservieren müssen. Ich kaufte dafür Schuhe. Ich buchte auch noch für den eintrittspflichtigen Teil des Park Guëll, den berühmten Park Gaudis. Wir wollen uns nicht komplett verplanen und uns noch Freiräume lassen.

Mit dem Doppeldecker durch die Stadt

Der größte Wunsch der Kinder war es, mit einem Doppeldecker-Bus zu fahren – und das taten wir an beiden Tagen des Wochenendes sehr ausgiebig. Es dauerte zwar, bis an jeder Haltestelle die Leute ein- und aussteigen und der Bus sich durch die Stadt schlängelte, aber die Kinder liebten es. Man sieht viel, muss nicht laufen und kommt fast überall hin.

Spontan entschieden wir uns am Hafen für einen Besuch im Aquarium – ganz ohne Vorabbuchung und trotzdem kein Problem. Auf einem Fließband fuhren wir in einer gläsernen Röhre durch ein riesiges Aquarium und sahen Haie und Rochen, die direkt über uns schwammen. Die Kinder waren begeistert. Und den „Bungee Dome“ vor dem Aquarium fanden sie so toll, dass wir am nächsten Tag gleich noch einmal kamen, damit sie ein paar Runden – an Gurten hängend – auf den Trampolinen springen konnten.

Tipi, Pool und Süßigkeiten

Und das Tipi? Ja, das Tipi stand in unserem Hotelzimmer im Hotel H10 Cubik- als Überraschung zum Spielen für die Kinder. Sie erzählen heute noch davon – so toll fanden sie das. Und schwärmen vom Pool auf dem Dach, obwohl das Wasser nur bis zu den Knien reichte. Und von den vielen Süßigkeiten und Fruchtgummis die wirklich überall im ganzen Hotel in Gläsern frei zugänglich rumstanden.

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