Umbrien mit Kindern – Italien aus dem Lateinbuch

Durch Umbrien fährt man als klassischer Italien-Reisender grundsätzlich nur durch, um schnellstmöglich in die Toskana zu gelangen. Dabei lässt man so viele wunderschöne, ursprüngliche Städte und Weingüter links liegen. Zu Umbrien und insbesondere Perugia haben wir eine ganz besondere Verbindung- wir haben nämlich dort ein Auslandssemester an der „Università per Stranieri“ verbracht. Unseren Kindern unsere liebsten, mit schönen Erinnerungen gefüllten Orte zu zeigen, war natürlich ein Muss. Was wir unternommen haben, erfahrt Ihr hier!

Umbrien mit Kindern – Italien aus dem Lateinbuch

Umbrien ist Italien pur – hier tummeln sich noch nicht Tausende von Touristen, um maximal braun zu werden. In Umbrien trifft man Kulturtouristen und… Einheimische. Herrlich! Wir möchten Euch die Orte vorstellen, die uns als Familie besonders gefallen haben. Es gibt natürlich noch so viel mehr zu entdecken. Aber was in Umbrien Kindern und Euch gleichermaßen Spaß macht, das haben wir für Euch zusammengetragen.

 

Perugia – Geschichte pur

Perugia hat eine jahrtausendelange Geschichte – schon die Etrusker wussten diesen Ort zu schätzen. Man kommt sich in Perugia auch so vor, als wäre man 1000e Jahren zurückversetzt. Die Altstadt befindet sich auf einem Hügel, der von einer etruskische Mauer umgeben ist. Überall in der Stadt befinden sich die berühmten Grifos, Steinskulpturen, die wie Drachenhunde mit Flügeln aussehen – Game of Thrones-Fans wären begeistert! Die Fußgängerzone von Perugia ist für Kinder optimal. Keine Autos weit und breit, dafür zahlreiche Pizzastände und leckere Eisläden!

Restauranttipp

Mit Kindern können wir Euch La Taverna empfehlen – das gab es zwar zu unseren Studienzeiten noch nicht, wäre aber auch damals sicher unser Anlaufpunkt gewesen. Hier kann man richtig lecker italienisch essen! Genauso wie das Ambiente – Ihr sitzt zwar schick an weiß eingedeckten Tischen, dennoch sind die Kellner unkompliziert und herzlich mit den Kindern – und es gibt genug Platz, dass Ihr die Nachbarn -seien wir ehrlich- nicht mit Kinderlautstärke „nerven könntet“!

Assisi – die Stadt des heiligen Franziskus

Assisi ist den meisten wegen Franz von Assisi, dem heiligen Franziskus, ein Begriff. Franz von Assisi ist einer der wichtigsten Heiligen für die Christen, gründete den Franziskanerorden und kümmerte sich um arme, kranke und benachteiligte Menschen. Er wurde 1180 in Assisi geboren, lebte in sehr guten Verhältnissen und beschloss nach einer schweren Krankheit, sein Leben zu ändern, um als Wanderprediger durch das Land zu ziehen und sich fortan um Arme zu kümmern. Viele junge Männer haben sich ihm angeschlossen. So entstand die „Armutsbewegung“, aus der der heutige Franziskanerorden hervorgeht. Die ganze Stadt wartet mit herrlichen Basiliken, Häusern und Orten auf, die an ihn erinnern. Geschichtsstunde pur! Und als Belohnung für diese kleine historische Stadttour gibt es anschließend Pizza und Eis, oder?

Lago Trasimeno – Wakeboarding gefällig?

Wer sagt denn, dass man in Umbrien nicht baden gehen kann? Dafür gibt es doch den Lago Trasimeno, den größten See Italiens. Dieser ist ziemlich flach, weshalb er für Familien mit Kleinkindern sehr gut geeignet ist. Sportliche unter Euch können dort auch wunderbar Wakeboard fahren, denn es gibt eine eigene Wakeboard-Anlage.

Museo Storico Perugina

Ihr kennt sie bestimmt, die kleinen Schokoküsse, Baci genannt, die es in jedem Feinkostladen zu kaufen gibt. Sie stammen allesamt aus der Schokoladenfabrik in der Nähe von Perugia. Bei einem Besuch des Museums, das an der Fabrik angrenzt, habt Ihr auch die Möglichkeit, einen Blick in die Fabrik zu werfen. Und den Schokoküssen bei ihrem Weg über die Laufbänder zuzusehen – Sendung mit der Maus live!

PeruginaViale S. Sisto, 207C, 06132 Perugia 

Cascata delle Marmore – ein imposanter Wasserfall

Unsere Kinder sind leidenschaftliche Wasserfall-Fans! Klar, dass wir die etwas längere Fahrt von Perugia in die italienische Stadt Terni angetreten sind, um dort den Cascata delle Marmore, den höchsten Wasserfall Europas, zu besuchen. Dieser stürzt über 165 Meter und drei Cascaden in ein großes Becken hinab – wer es sich genauer ansehen möchte, sollte wasserfeste Kleidung mitnehmen, bzw. Wechselklamotten. Wir haben die kostenlose Dusche sehr genossen!

Umbrien mit Kindern – die besten Freizeitparks!

Aquaparc di Tavernelle

Wer nicht nur gemütlich baden, sondern richtig doll plantschen und rutschen will, fährt in den Aquaparc di Tavernelle. Für größere Kinder gibt es mehrere Rutschen, die einen kleinen Hügel hinunterrauschen, für Kleinere ein großzügiges, mit Spieltürmen ausgestattetes Kleinkinderplantschbecken.

Activo Parc

Zu viel Sightseeing, zu wenig Adrenalin! Dann nichts wie in den Activo Parc bei Scheggino! Hier geht es wirklich rund! Ein Hochseilgarten, Hüpfburgen, eine Wildwasserrutsche und vieles mehr machen einen langweiligen Besichtigungstag zum Supi-Kindervergnügen! Für Eltern ist es auch ganz nett.

Citta della Domenica

Freilaufende Tiere auf einem Gelände von 40 ha! Hört sich gut an? Ist es auch! Ehrlicherweise unterscheidet sich die Citta della Domenica nicht viel von den Wildtierparks, die wir aus Deutschland kennen, aber das macht ja nichts. Wir als Fans dieses netten Familienausflugs hatten dort viel Spaß!

Ihr merkt, in Umbrien mit Kindern ist einiges geboten! Also warum nicht „Italien mal anders?“ Oder interessiert Euch vielleicht die Nördliche oder Südliche Toskana?

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