Eigentlich wollten wir nach Singapur, aber die aktuelle politische Lage hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daher wurde es kurzentschlossen – da wollen wir ehrlich sein, auch weil Flüge und Hotelangebote günstig waren und wir schnell umbuchen mussten – die Dominikanische Republik. Unser Gedanke vorab für unsere Dominikanische Republik Rundreise: Wir wollen auf keinen Fall den ganzen Tag am Strand liegen und Cocktails schlürfen, sondern die Insel entdecken! Gesagt, getan – jedoch mit ein paar guten Erkenntnissen und Samaná Tipps, die wir gerne mit Euch teilen möchten.
4 Tipps für Eure Reise in die Dominikanische Republik abseits der All Inclusive Clubs
Tipp 1: Mietet Euch ein Auto für Eure Dominikanische Republik Rundreise!
Was überhaupt nicht gestimmt hat und sich als reines Vorurteil herausgestellt hat: der Straßenverkehr. Der Verkehr in der Dominikanischen Republik unterscheidet sich in keinster Weise von anstrengendem Straßenverkehr in Süditalien, Mexiko oder anderen südländischen Ländern mit vielen Rollern. Auch können wir überhaupt nicht behaupten, dass wir in irgendeiner Weise belästigt oder über den Tisch gezogen wurden – weder bei der Autovermietung noch bei Polizeikontrollen oder bei kleinen Einkäufen am Straßenrand, noch bei Ausflügen. Wir fragen uns ehrlich, warum die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes so drastisch sind – wir können da nicht mitgehen. Natürlich waren wir trotzdem vorsichtig: Wir sind nie im Dunkeln gefahren, haben niemanden mitgenommen und das Auto immer ordentlich abgesperrt.
Tipp 2: Unterschätzt bei Eurem Roadtrip die Distanzen nicht!
Startet euren Roadtrip gut geplant. Solltet Ihr eine Route planen, unterschätzt bloß nicht die Entfernungen. Ursprünglich dachten wir, wir könnten die gesamte Dominikanische Republik bereisen, letzten Endes wurde es dann „nur“ Die Samanà Halbinsel im Norden. Denn die Straßen sind, sobald Ihr von den Hauptstraßen abkommt, meist nicht geteert und oft von Schlaglöchern übersät. Wir hatten eine Woche lang einen SUV und haben damit die Halbinsel Samaná erkundet – zeitlich war das für uns absolut in Ordnung. Was uns besonders gut gefallen hat, ist die riesige Auswahl an einsamen Stränden, an denen wir lange Spaziergänge gemacht haben. Wer auf exotische Tiere hofft, den müssen wir leider etwas enttäuschen: Außer Schmetterlingen, Leguanen und anderen Insekten sind uns kaum Tiere begegnet.
Tipp 3: Die schönsten Strände der Dominikanischen Republik – aber: Ohne Fleiß kein Preis!
Alles in allem lässt sich die Dominikanische Republik so zusammenfassen: Karibikstrände, Karibikstrände, Karibikstrände – soweit das Auge reicht. Bei all unseren Reisen haben wir noch nie so blaues Wasser, so weiße Strände und so viele Palmen gesehen. Wir finden es schade, dass sich der Tourismus abseits der All-inclusive-Hotels noch nicht stärker entwickelt hat, sodass man sich viele Wege selbst durch den dichten Dschungel erarbeiten muss – und manchmal sogar umkehren muss, weil es keinen Weg gibt. Gängige Apps wie Komoot und Co. helfen hier auch nicht weiter, da sie kaum verlässliche Routen vorschlagen. Und die Websites der Hotels und Tourenanbieter gehen erst gar nicht davon aus, dass Ihr das Land selbst erkunden wollt. Aber genau das macht es auch besonders: Wenn Ihr Euch einen einsamen Strand erlaufen habt, seid Ihr überwältigt und könnt stundenlang ganz für Euch den perfekten Karibikstrand genießen. Eine Wanderung, einen Ausflug möchten wir Euch besonders ans Herz legen, diesen findet Ihr hier.
Tipp 4: Besucht die Highlights auf Samaná ohne gebuchte Tour – außer, es geht nicht anders!
Die Halbinsel Samaná ist neben ihren Stränden vor allem für einen außergewöhnlichen Wasserfall berühmt: El Limón. Daher bietet gefühlt jeder Tourguide in Hotels oder Einkaufsstraßen dieselbe Tour an – meist inklusive Pferderitt. Wie dieser genau aussieht und wie wir unseren Besuch gestaltet haben, findet Ihr hier. Generell gilt aber unsere Empfehlung: Nehmt Euch einen Leihwagen und organisiert klassische Touren, die Ihr mit eigenem Auto und zu Fuß bewältigen könnt, selbst. Das ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch viel entspannter und flexibler – und passt besser zu Eurem Rhythmus. Eine Ausnahme: Der Los Haitises Nationalpark, unseren Beitrag dazu findet Ihr hier.
Unser Fazit fürs Dominikanische Republik individuell entdecken
Für uns war die Dominikanische Republik zum Glück viel mehr als nur All-inclusive-Urlaub. Gerade mit dem Mietwagen, etwas Abenteuerlust und genug Zeit entdeckt Ihr auf Samaná traumhafte, einsame Strände und die Insel ganz individuell erleben. Unsere wichtigste Empfehlung für Eure Dominikanische Republik Rundreise: Mietet Euch ein Auto, unterschätzt die Distanzen nicht – und lasst Euch trotzdem genug Raum für spontane Entdeckungen.


