Helgoland Tipps – ein perfektes Wochenende auf Deutschlands Hochseeinsel

Helgoland war für uns einer der außergewöhnlichsten Orte, die wir in den letzten Jahren bereist haben. Die Insel bot uns ein sensationelles Naturspektakel, denn wir kamen Lummen, Kegelrobben und Seehunden in ihrer natürlichen Umgebung so nah, als wären wir Teil dieser. Auch imponierte uns der rote Felsen, aus dem Helgoland besteht, der mitten in der Nordsee liegt und aus dem Meer ragt, ebenso wie seine bewegte Geschichte. Hier erzählen wir Euch was wir erlebt haben und geben Euch unsere besten Helgoland Tipps.

Helgoland Tipps – ein perfektes Wochenende auf Deutschlands Hochseeinsel

Vorab Helgoland Tipps

Aufenthaltsdauer

Da die meisten Touristen mit der Fähre um 12 Uhr aus Hamburg/Cuxhaven ankommen (die um 16 Uhr täglich wieder abfährt), empfehlen wir Euch einen Aufenthalt von mindestens zwei Nächten, damit Ihr genug Zeit habt, alles zu besichtigen.

Campen? Ja, nein? Ja!

Wir waren ganze 28 Stunden auf Helgoland und hatten auf dem Campingplatz auf Helgoland Düne übernachtet. Ein schöner Übernachtungstipp, wenn Ihr Campingfreunde seid, denn Ihr schlaft mitten in den Dünen und habt die Düne abends und morgens ganz ohne Touristen für Euch alleine.

Wissenswertes

Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel, ist zwei Quadratkilometer groß und war im Laufe seiner Geschichte in dänischer, britischer, schlesischer und deutscher Hand und gehört seit 1890 zu Deutschland. Ganze 1.300 Einwohner bewohnen momentan Helgoland. Früher lebten die Helgoländer von der Fischerei, heutzutage auch vom Tourismus. Die Insel ist ein EU-Drittland und somit steuerfrei. Schnäppchenjäger sind hier also richtig aufgehoben! Die Insel teilt sich auf in das Unterland, das aus Inselzentrum mit Geschäften besteht, dem Oberland mit seinem Klippenweg, dem Nordostland mit dem Helgoländer Museum und dem Mittelland.

Dass die Insel von Touristen überrannt wird, merkt man an der gewöhnungsbedürftigen und schroffen Art der Helgoländer, die nicht besonders dienstleistungsorientiert sind. So gibt es unter anderem keine Möglichkeit, Tickets für den Bunker, die Börteboot-Rundfahrten, Bunkerführung oder das Museum online zu buchen. Ihr müsst Euch also an der Touristeninfo in eine Schlange einreihen und hoffen, dass Ihr noch die begehrten Tickets für die Bunkerführung bekommt. Trotz alledem war die Insel ein echtes Highlight für uns! Hier schreiben wir Euch unsere schönsten Orte und Aktivitäten zusammen.

#1 Bunte Hummerbuden

Legt Ihr am Südhafen an, so kommt Ihr auf dem Weg in das Inselzentrum an einer Reihe von bunten Hummerbuden vorbei. Sie waren früher die Werkstätten der Fischer. Heutzutage beherbergen Sie zahlreiche Geschäfte, Restaurants oder Imbisse.

#2 Klippenrundweg zum Lummenfelsen und zur Langen Anna

Ein absolutes Muss ist der Klippenrundweg zum Wahrzeichen der Insel: Der Langen Anna – eine 47 Meter hohe, rote Felsnadel. Ihr spaziert auf dem roten Felsen, wie das Oberland genannt wird,  und habt immer wieder fantastische Ausblicke auf das schroffe Kliff. Wenn Ihr auf dem Weg dorthin die zahlreichen Lummen, Möwen, Eissturmvögel und Austernfischer seht und riecht, wisst Ihr, dass Ihr beim Lummenfelsen, dem kleinsten Naturschutzgebiet Deutschlands, angekommen seid.

#3 Mit den Börtebooten rund um Helgoland

Besonders reizvoll ist es, Helgoland vom Wasser aus zu betrachten. Besonders schön sind die traditionellen Börteboote, die zehn Meter lang, drei Meter breit und aus massivem Eichenholz sind. Sie dienen zum Personentransport oder zum Hochseeangeln und fahren während der Saison für die Touristen rund um die Insel. Tickets dafür gibt es an der Dünenfährkasse.

#4 Auf der Bunkerführung ins Innere von Helgoland

Unglaublich spannend ist die Bunkerführung. In 18 Meter Tiefe und seit dem Zweiten Weltkrieg befindet sich ein fast 14 Kilometer langes Gangsystem auf Helgoland, das von Touristen auf 370 Meter Länge begangen werden kann. Alte Reliquien wie Telefone, Toiletten oder Stromkästen hängen dort noch wie in alten Zeiten. 1945  fanden hier während der britischen Luftangriffe alle Einwohner für drei Tage Platz.

#5 Knieper essen

In der Bunten Kuh oder den Mokkastuben müsst Ihr unbedingt den Helgoländer Knieper essen. Das sind die Scheren des Taschenkrebses und die Delikatesse der Insel!

#6 Kegelrobben und Seehunden ganz nah sein

Das schönste Erlebnis hatten wir auf der Helgoländer Düne, als wir den Kegelrobben und Seehunden ganz nah sein durften. Wir näherten uns ihnen auf 30 Meter (normalerweise sind 150 Meter erlaubt) und am Strand tauchten beim Baden sogar Robbenköpfe neben uns auf.

#7 Helgoland Düne – ein wenig Karibikfeeling

Während sich die Touristen auf der Hauptinsel während der Hochsaison nur so tummeln und zahlreiche Schnäppchenjäger auf der Jagd nach zollfreier Ware sind, erlebt Ihr auf Helgoland Düne Natur pur. Neben den zahlreichen Robben und Seehunden gibt es hier zauberhafte, weiße Dünen und wunderschöne Strände, die herrlich zum Sonnen, Baden oder Spazierengehen einladen.

#8 Auf den Spuren von James Krüss

Das Helgoländer Museum erzählt vom Leben der Insulaner und im Museumshof gibt es eine kleine Hummerbude, die über das Leben und Werk von James Krüss erzählt. James Krüss, der mit Timm Thaler bekannt wurde, ist auf Helgoland geboren und aufgewachsen.

#9 Deutschlands kleinstes Naturschutzgebiet

Am Lummenfelsen, dem kleinsten Naturschutzgebiet Deutschlands, angekommen, seht Ihr, wie Lummen, Möwen, Eissturmvögel und Austernfischer sich immer wieder in die Klippen hinunterstürzen! Auch sind sie alle überhaupt nicht scheu und lassen sich gerne mit einem fotografieren.

#10 Zollfrei einkaufen

Auf Helgoland könnt Ihr im Inselzentrum zollfrei shoppen, da die Insel als EU-Drittland gilt und somit steuerfrei ist.

 

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