6 ultimative Tipps für das Reisen in Island mit Kindern Eintritt, Schwimmbäder, Kleidungsstücke und Supermärkte in Island - unsere Empfehlungen

Wir hatten diese Pfingstferien das große Glück, mit unseren Kindern nach Island zu reisen – ein unvergesslicher Urlaub, soviel vorab! Der genaue Routenplan unserer zweiwöchigen Reise folgt, doch heute wollen wir mit den ultimativen 6 Tipps für das Reisen in Island mit Kindern beginnen, die enorm hilfreich sind, wenn man sie vor dem Familienurlaub in Island weiss (wir kannten sie vor unserer Reise nach Island noch nicht).

Der Eintritt für Kinder bis 12 Jahre ist in Island fast überall kostenfrei!

Die Isländer sind sehr kinderfreundlich. Egal, wo Ihr Eintritt bezahlen müsst, Kinder bis zum Alter von 12 Jahren zahlen nichts oder nur einen kleinen Bruchteil des regulären Eintritts. In Restaurants steht fast immer etwas zum Spielen bereit und der nächste Spielplatz (mit gigantischer Hüpfburg, in Island anscheinend ein Kinder-Volkssport) ist nicht weit. In den Restaurants gibt es Kindergerichte, bzw. werden reguläre Gerichte zu günstigeren Preisen und kleineren Portionen angeboten. Wasser und Kaffee ist übrigens meistens umsonst. Ein weiterer Tipp: Geht mittags essen, nicht abends. Denn die meisten Bistros, Cafes und Restaurants bieten ein Mittagsmenu zu erschwinglichen Preisen an, Brot, Kaffee und Wasser refill inklusive. Wir waren so frei, in jedem Restaurant unsere leeren Wasserflaschen für die nächste Wanderung aufzufüllen. Erst haben wir noch höflich gefragt, aber nachdem das jeder so macht (sauberes Wasser gibt es in Island mehr als genug), war es unsere Standardprozedur nach jedem Essen.

In jedem – noch so kleinen – Ort gibt es ein Schwimmbad

Island kann für Kinder anstrengend werden. Denn als Eltern möchte man alle paar Kilometer Stopp machen und erstmal wandern gehen. Das machen unsere Kids größtenteils sehr gut mit, aber irgendwann reicht es ihnen auch. Wie gut, dass es in wirklich jedem kleinen Kaff ein meist einfaches, aber sauberes Schwimmbad gibt, das nicht die in Deutschland üblichen Wassertemperaturen (brr) hat, sondern mit Warmwasser (natürlich aus den Quellen) beheizt wird. Ein Schwimmbadbesuch in Island bedeutet übrigens nicht, dass ihr den halben Tag mit Sonnenbaden, ins Wasser springen und Eis schlecken verbringt – dazu ist es viel zu kalt. Wir haben bei unseren sieben Besuchen je maximal eine Stunde im Bad verbracht, denn nass im Freien zu sein, führt nach zehn Sekunden zu Erfrierungserscheinungen.

Aber umso besser: Ein kurzer Stopp, die Kinder toben sich aus, man selbst chillt im warmen Wasser und durch die strenge Regelung der Isländer, sich maximal gut vor dem Badeerlebnis zu duschen, sind alle wieder supersauber! Wirklich toll: Der Eintritt in Schwimmbäder ist fast das Einzige in Island, das nicht teuer ist. Kaffee und Wasser gibt es am Eingang des Bads meist kostenlos dazu und wer Schwimmflügel vergessen hat, kann sich in den großen Körben mit Schwimmutensilien am Wasserbecken bedienen. Sehr familienfreundlich! Unser Lieblingsbad: Hofsos!

Sonnencreme muss genauso ins Gepäck wie warme Mützen

Ja, Sonnencreme – ihr habt richtig gelesen! Solltet Ihr in den Sommermonaten da sein (wovon wir ausgehen), drücken wir Euch fest die Daumen, dass Ihr viele sonnige Tage erwischt. Wir hatten sie, haben uns nicht eingecremt (stattdessen unsere Handschuhe, Wollschals und dicke Mützen weggepackt) und darauf vertraut, dass die Polarsonne uns nichts anhaben wird. Nach wenigen Stunden an der frischen Luft haben wir uns alle einen Sonnenbrand geholt – und für teures Geld eine Sonnencreme gekauft. Also: Besser gleich mitnehmen! Auch immer hilfreich: Taschentücher für triefende Nasen, Schokolade als Belohnung nach einer längeren Wanderung und eine klare Regelung, wie viele Steine auf Eurer Wanderung gesammelt werden dürfen (sonst fliegt ihr mit einem Extra-Koffer voller Steine heim!).

Dunkle Kleidungsstücke erfüllen mehrere Zwecke

Hier kommt ein Tipp, den ihr vielleicht nicht unbedingt braucht – sofern ihr ein sehr gut verdunkeltes Wohnmobil oder eine Unterkunft mit blickdichten Jalousien (hatten wir leider nicht) habt. So ein dunkles Kleidungsstück tut Euch die besten Dienste, wenn Ihr abends um 23 Uhr die überhaupt-nicht-blickdichten Vorhänge Eures Schlafzimmers abdunkeln wollt, so dass Ihr nicht das Gefühl habt, mittags ins Bett zu gehen (im Sommer wird es nie richtig dunkel). Wir haben unsere schwarzen Pullis und Jacken ins Fenster gespannt- bei den Kleinen hat es sehr gut geholfen!

Sobald Ihr einen offenen Supermarkt seht – zuschnappen!

Abends um 18 Uhr noch auf die Schnelle die wichtigsten Lebensmittel für das Abendessen oder das Frühstück einkaufen? Vergisst es! In Island gibt es gefühlt nur alle 100 Kilometer ein Supermarkt – und dieser ähnelt  außerhalb der „größeren Städte“ Reykjavic und Akureyri – eurem Mini-Tante Emma Laden (sofern es ihn noch gibt) um die Ecke. Und noch ärgerlicher: Die Öffnungszeiten der Supermärkte sind so kurz und anders, als wir es kennen (meist unter der Woche 10 bis 18 Uhr, aber Achtung, darauf kann man sich nicht verlassen), dass es Sinn macht, voraus zu planen. Und nicht auf irgendeine Tankstelle (ähnliche Öffnungszeiten wie Supermärkte) zu hoffen, die Euch mit dem Grundstock an Lebensmitteln versorgt – das bieten sie nicht. Und wer gerne ein Bierchen oder ein Glas Wein auf den verdienten Urlaub trinkt, ist noch ärmer dran: Es gibt keinen Alkohol in Supermärkten, nur in speziellen Alkohol-Shops. Die sind noch seltener und haben noch kürzere Öffnungszeiten. Man kann sich jetzt über diese ausbaufähige Lebensmittelversorgung ärgern, oder es auch einfach mal genießen, nicht alle zwanzig Meter etwas kaufen zu können. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Auf der Suche nach Elfen und Trollen

Ja, so eine Wanderung, so schön sie ist, kann Kindern nach kurzer Zeit langweilig werden. Nicht so in Island! Denn hier leben Trolle und Elfen in den Felsen und Steinen. Und die galt es bei unseren Wanderungen auch immer zu suchen: Welcher Stein sieht aus wie ein Fabelwesen? Wo könnte sich die Elfe hier gut vor dem Wind schützen? Hab ich da nicht einen Troll vorbei huschen sehen? Kein Witz, die Isländer glauben wirkliche an dieses Huldufólk (Verborgenes Volk) – es gibt sogar eine Elfenbeauftragte auf der Insel. Daher findet man auch, wenn man in den Dörfern danach sucht, immer wieder Miniatur-Skandinavien-Häuser, die den Elfen und Trollen Schutz geben sollen. Also Augen auf!

Um Euch die Wartezeit auf unseren längeren Reisebericht zu verkürzen – wir haben schon einmal über Island geschrieben: Kurztripp Mystisches Land.

Ihr wollt weitere Infos zu Island mit Kindern? Dann besucht doch mal den tollen Blog von Mami bloggt!

Schönen Urlaub!

 

 

Vielleicht interessiert Euch auch ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.