Berlin – die 11 coolsten Sightseeing Tipps mit Kindern

Schon oft waren wir in Berlin, dennoch nie mit Kindern. Umso spannender sollte es sein, Berlin aus Kindersicht zu erleben und mal ein ganz anderes Sightseeing-Programm zu unternehmen.  Statt dem Bode-Museum wurde es das Spionagemuseum, statt dem Berliner Dom das Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Ein paar Klassiker musste es natürlich auch für die Kinder geben, wie der Besuch des Reichstags, eine Spreefahrt, das Mauermuseum und eine Sightseeing-Busfahrt – nicht mit einem Touribus, sondern mit der Buslinie 100, die mehr oder weniger für wenig Geld alle bekannten Sehenswürdigkeiten abfährt.

Berlin – die 10 coolsten Sightseeing Tipps mit Kindern

Auf unserer Durchreise von Rügen machten wir für 48 Stunden Halt in Berlin und buchten uns in einem Hotel am Hauptbahnhof ein. Von dort hatten wir eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung und gleich das Touristenbüro um die Ecke. Wir entschieden uns, dort die WelcomeCard 48 zu nehmen, um für die nächsten zwei Tage gratis Bus und U-Bahn nutzen zu können sowie von ermäßigten Eintritten in diversen Museen und Sehenswürdigkeiten zu profitieren. Und was haben wir alles gesehen? Hier kommen die coolsten Berlin-Tipps mit Kindern!

#1 Sich wie 007 fühlen – im Spionagemuseum

„Mama, ich will Spion werden“! So verließen unsere Kinder das Deutsche Spionagemuseum, das sowohl uns Eltern als auch unsere Kinder nachhaltig sehr beeindruckte! Wir bekamen eine tolle Führung und lernten Dechiffriertechniken und Vorläufer von Drohnen in Form von Brieftauben, die mit einer Kamera ausgestattet waren, kennen. Auch erfuhren wir viel über Wanzen-Verstecke und suchten in einem verwanzten Zimmer selber nach Wanzen. Der absolute Hit war der Laserparcours, den wer schon Ocean’s Eleven gesehen hat, bereits kennt. Dabei mussten wir zwischen einem Laserstrahlen-Spinnennetz hindurchsteigen, ohne die Laserstrahlen zu berühren. Nicht sehr einfach! Später in der Führung wurde uns noch ein Überwachungsfahrzeug des MAD, getarnt als Handwerkerfahrzeug gezeigt. Dabei war es gar nicht so einfach, die Außenkamera zu finden. Wir blieben mindestens zwei Stunden im Museum, wären aber gerne noch länger geblieben, um den Lügendetektor und viele weitere interessante Dinge auszuprobieren.

#2 Fotos mit (deutschen) Persönlichkeiten bei Madame Tussauds

Sehr cool fanden wir den Besuch des Wachsfigurenkabinetts von Madame Tussauds, das wir schon unlängst sehen wollten. Ganz am Anfang begrüßte uns Frau Merkel. Die Kinder setzten sich gleich daneben auf das Sofa zu Elias M. Barek. Oder sie spielten die Leichen bei Börne und Thiel, dem Münsteraner Tatort-Duo. Ein Selfie mit Heidi Klum und Mark Forster war ebenfalls ein Muss. Am Ende verabschiedete uns die Star-Wars-Welt. Auch wurde gezeigt, wie aufwendig und wie lange die Wachsfiguren gefertigt werden. Sehr beeindruckend!

#3 Spannende Fluchtgeschichten im Mauermuseum am Checkpoint Charlie 

Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie war sehr ergreifend. Wir lernten neben politischen Ereignissen rund um die DDR, wie Familien plötzlich durch den Mauerbau getrennt wurden. Außerdem wie DDR-Bürger in Gepäckstücken und umgebauten Autos über die Grenze geschmuggelt wurden. Spannend für die Kinder war, wie auf verschiedenste Art und Weise die Menschen damals über die Grenze geflüchtet waren. Eine Geschichte wurde sogar verfilmt: die Ballonflucht, bei der eine Familie mit einem selbst genähten Heißluftballon über die Grenze geflohen ist. Die Original-Nähmaschine, mit der der Ballon genäht wurde, steht im Museum. Im Museumsshop durften sich die Kinder am Ende noch ein Original-Mauerstück mit Echtheitszertifikat aussuchen.

#4 Ein Schaudern am Potsdamer Platz, Ebertstraße und Denkmal der ermordeten Juden

Verrückt, wie nah die Zeitgeschichte um Mauerbau und Mauerfall noch ist. Dies wurde uns umso klarer, als wir vor den Schautafeln in der Ebertstraße standen und uns den Grenzbereich rund um die Berliner Mauer anschauten. Vor dreißig Jahren wurde hier noch auf Menschen geschossen, die über die Mauer flüchten wollten. Weiter am Potsdamer Platz betrachteten wir noch Original-Mauerstücke aus Zeiten der DDR. Wusstet Ihr, dass durch Berlin eine sichtbare Mauerlinie verläuft?

Gleich um die Ecke schauten wir uns noch das Denkmal der ermordeten Juden an, das unglaublich beeindruckend war. Es besteht aus einem Labyrinthfeld aus 2711 Betonsteinen unterschiedlicher Höhe. Ein Dokumentationszentrum befindet sich beim Denkmal.

#5 Eine Spree-Schifffahrt, die ist lustig, eine Spree-Schifffahrt die ist schön…

Ein weiterer Berlin Tipp für Kinder war eine Schifffahrt auf der Spree. Wir nutzten sie, um uns kurz vom Pflaster treten auszuruhen und Berlin vom Wasser aus auf uns wirken zu lassen. Vorbei ging es am Kanzleramt und Bundestag, Pergamonmuseum und Berliner Dom.

#6 Sightseeing-Busfahrt mit Linie 100

Mit der Linie 100, die an allen Haupt-Sehenswürdigkeiten von Berlin wie Reichstag, Kanzleramt, Brandenburger Tor, Alexander Platz, Schloss Bellevue und KaDeWe vorbeifährt, haben wir uns jede Menge Geld gespart, die sonst ein Touribus kosten würde.

#7 Wo Frau Merkel regiert – Regierungsviertel mit Bundeskanzleramt, Deutscher Bundestag und Reichstag

Das Kanzleramt kann man am besten von der Straße oder vom Wasser betrachten. Andere imposante Gebäude des Regierungsviertels liegen nur wenige Meter vom Reichstagsgebäude entfernt. Hier findet man das Paul-Löbe-Haus, ein Funktionsgebäude des Bundestages mit über 1.700 Räumen – das lichte Gebäude im Spreebogen gehört zum „Band des Bundes“, das die beiden früher durch die Mauer getrennten Teile der Hauptstadt über die Spree hinweg verbindet. Das „Band des Bundes“ besteht aus dem neuen Kanzleramt, dem Paul-Löbe-Haus auf der Westseite des Flusses und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus auf der Ostseite. Einen sehr schönen Blick auf die gigantische, modernne Architektur hatten wir auch von unserer Spreefahrt aus.

Um die Glaskuppel und die Aussichtsterrasse des Reichstags zu besichtigen, buchten wir uns vorab Gratis-Tickets mit Zeit-Slot. Vor Ort mussten wir kurz warten, uns mit unserem Personalausweis legitimieren und schon ging es mit dem Aufzug hoch auf die Aussichtsterrasse. Kurz erhaschten wir einen Blick in den Plenarsaal des Bundestags. Dann schraubten wir uns laufend die Glaskuppel hoch und hatten die ganze Zeit einen schönen Blick auf die ganze Stadt.

#8 Auf fürstlichen Spuren am Brandenburger Tor, Gendarmenmarkt  und Unter den Linden

Sehr monumental und majestätisch wirkt das Viertel vom Brandenburger Tor, der Humboldt-Universität und dem Berliner Dom bis zur Museumsinsel links und rechts von der Prachtstraße „Unter den Linden“: Prachtbauten wie das Brandenburger Tor, Staatsoper und das neu erbaute Berliner Stadtschloss versetzten uns in ein anderes Jahrhundert. Der Berliner Dom hat so immense Dimensionen, dass sogar die Siegessäule, auch „Goldelse“ genannt, in den Bau passen würde. Den Berliner Dom besichtigten wir kurz und wären auch gerne in die Katakomben hinab gestiegen, hatten aber leider nicht so viel Zeit. So schlenderten wir gemütlich durch die Straßen und blieben für den ein oder anderen Fotostopp stehen.

#10 Nofretete im Museumsviertel 

In nur 48 Stunden alle Museen zu schaffen, war einfach utopisch. Deshalb pickten wir uns das ägyptische Museum mit der berühmten Nophretete im Neuen Museum raus. Den Pergamonaltar, der bis 2024 restauriert wird, im Pergamon-Museum hatten wir auf unseren früheren Berlin-Besuchen schon gesehen.  Wusstet Ihr, dass die Museumsinsel zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört?

#11 Berlin Tipp für Kinder – Mäuse in den Hackeschen Höfen

Ein Blick lohnte in die Hackeschen Höfe, die in früherer Zeit schon eine Art Marktviertel waren. Die acht Höfe wurden wunderschön renoviert und laden zum Bummeln ein. Unseren Kindern hatte es die Aseli Boutique angetan. Die Berliner Traditionsfabrik produziert Mäuse aus Schaumzucker in verschiedenen Farben und Geschmackssorten.

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