Unsere knackige Bergtour am Pragser Wildsee in den Dolomiten

Die Dolomiten – ich war schon einmal, lange vor den Kindern da – und habe es schon damals als Paradies für Wanderer, mit seinen steilen Felswänden, grünen Almwiesen und klaren Bergseen empfunden. Diesen Sommer haben wir eine besonders lohnenswerte Tour gemacht! Diese führte uns vom Pragser Wildsee (Lago di Braies) über die Ofenscharte zur Seekofelhütte (Rifugio Biella) und weiter zum Gipfel des Seekofels (Croda del Becco). Diese echt knackige Rundwanderung kombiniert atemberaubende Ausblicke, alpine Herausforderungen und echt ein Gefühl, in einer anderen Welt zu sein.

Unsere knackige Bergtour zum Seekofel am Pragser Wildsee in den Dolomiten

Der Pragser Wildsee, bekannt für sein türkisblaues Wasser und die beeindruckende Kulisse, bildet den Ausgangspunkt dieser Tour. Vom Hotel Pragser Wildsee folgt man dem westlichen Seeufer bis zum südlichen Ende des Sees (nicht von den Menschenmassen abschrecken lassen, die hier noch unterwegs sind). Dort beginnt der steile Anstieg zur Ofenscharte (Forcella Sora al Forn) auf 2.388 m. Der Weg führt durch ein Waldstück, über Geröllfelder und eine kurze, mit Drahtseilen gesicherte Steilstufe. Oben angekommen, eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf das Pragser Tal und die umliegenden Berge. Von der Ofenscharte sind es nur noch wenige Minuten bergab zur Seekofelhütte auf 2.327 m, die idyllisch auf der Fosses-Alm liegt. Die Hütte ist bekannt für ihre einfache regionale Küche und den grandiosen Ausblicken!

Nach der Stärkung geht es weiter zum Seekofel, dem markanten Gipfel, der den Pragser Wildsee überragt. Der Weg führt über die Fosses-Alm und die Sennes-Hochfläche in Richtung Westen. Der Anstieg zum Gipfel erfolgt über den Nordwestrücken und ist technisch nicht schwierig, erfordert jedoch Trittsicherheit und alpine Erfahrung. Oben angekommen, wird man mit einem atemberaubenden Panorama belohnt: Der Blick reicht über das Pragser Tal, den Pragser Wildsee und die umliegenden Dolomiten.

Der Abstieg erfolgt über die Seitenbachscharte (Forcella dei Camosci) auf 2.332 m. Der Weg führt Euch durch zerklüftetes Felsgelände und bietet weitere beeindruckende Ausblicke – wir haben mindestens 20 Murmeltiere gesehen. Nach einer kurzen Querung erreicht Ihr eine Wegverzweigung und folgt der Beschilderung „Gamssattel-Rossalpe Weg Nr. 3“. Der Weg führt bergab zum Seebel, dann weiter abwärts zum Nabigen Loch – hier waren wir komplett allein und das über einen langen Zeitraum – traumhaft. Von dort aus folgt Ihr dem bereits bekannten Weg an der Grünwaldlam vorbei (sehr schick!) zurück zum Pragser Wildsee.

Tourenfakten: Die Strecke beträgt ca. 17,3 km mit einem Höhenunterschied von ca. 1.040 m. Die Dauer der Wanderung liegt bei etwa 7–8 Stunden. Die Schwierigkeit ist schwer, ihr braucht schon gute Kondition, Trittsicherheit und alpine Erfahrung. Die beste Jahreszeit für diese Wanderung ist von Juli bis September.

Ein wichtiger Tipp: Nehmt ausreichend Wasser (Achtung, die ersten 6 Stunden kein Bach weit und breit) und Verpflegung mit.

Der Pragser Wildsee ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Von Toblach (Dobbiaco) aus verkehren Busse zum Pragser Wildsee. Parkplätze sind vorhanden, jedoch gebührenpflichtig, und das auch noch ganz schön teuer (über 20 Euro pro Tag). Zu Stoßzeiten, in der Hauptsaison, kann man auch gar nicht mehr bis zum See fahren, sondern muss außerhalb parken und den Bus nehmen.

Unser Fazit

Diese Rundwanderung ist echt ein unvergessliches Dolomiten-Erlebnis mit spektakulären Ausblicken, alpinen Herausforderungen und der Möglichkeit, in einer gemütlichen Hütte einzukehren. Da sie echt lang, teilweise ausgesetzt und ist, ist sie ideal für sportliche, erfahrene Wanderer, die keine Super-Shi-Shi-Hütten brauchen, die es gern einsam mögen (vorallem die letzten beiden Stunden über die Seitenbachscharte) und sich gerne auspowern.

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