Mit der Familie in die nördliche Toskana Unsere fünf besten Tipps!

Alle paar Jahre fahren wir in die Toskana und müssen immer wieder feststellen: Es ist einfach traumhaft! Meer, Sonne, unendlich viele Sehenswürdigkeiten und kulinarische Köstlichkeiten, wo immer man sich aufhält. Unser großer Vorteil: Wir als Süddeutsche können sie bequem mit dem Auto erreichen. Heute erzählen wir Euch, was Ihr keinesfalls in der nördlichen Toskana – mit und ohne Familie – verpassen solltet. Dabei haben uns auf ganze fünf Highlights beschränkt.

 

1. Pisa und der schiefe Turm

Klar, der absolute Klassiker in der Toskana ist natürlich Pisa und sein schiefer Turm! Den kennen sogar schon viele Krippenkinder. Hier könnt Ihr für Euer Familienalbum die schönsten Fotos machen, wie Eure Kinder den schiefen Turm stützen. Leider dürfen Kinder erst ab acht Jahren den Turm betreten. Rund um den schiefen Turm erwarten Euch viele Gassen mit netten italienischen Restaurants und Galerien. Unser Tipp: Deckt Euch schon vorab mit einem Selfie-Stick und genügend Getränken ein, denn beides braucht Ihr und bekommt es rund um den Turm nur zu überteuerten Preisen.

2. Marmorberge bei Carrara

Ein toller Ausflug ist eine Fahrt zu und in die Marmorberge bei Carrara im Tal Fantiscritti. Schon die Anfahrt in die Berge ist beeindruckend: Überall stehen Bagger und Fahrzeuge, die Steine abtransportieren. Beim Marmormuseum, einem Open Air Museum, könnt Ihr Euer Auto stehen lassen und eine Jeepfahrt in den Marmorberg „GALLERIA RAVACCIONE N. 84“ buchen. Unser Tipp: Unbedingt warme Sachen einpacken, denn im Berg kann es zapfig werden. Im Innern nehmt Ihr an einer Führung teil und bestaunt die riesigen Höhlen, in denen Tag für Tag Marmorblöcke geschnitten werden.

Piazzale Fantiscritti, 84 – Miseglia, Carrara

3. Typisch italienisch: Lucca

Extrem positiv überrascht waren wir von Lucca! Lucca ist mit knapp 90.000 Einwohnern eine typisch toskanische Kleinstadt mit einem wunderschönen Altstadtkern, der von einer gigantischen Festungsmauer umringt wird und einer „Neustadt“ außerhalb der Mauern, die das heute so typische italienische Leben wiederspiegeln: hupende Mofas, enge Gassen, mehr oder minder nette Bars und Cafes und schöne Geschäfte. Die Altstadt selbst ist es, die den Besuch wert ist. Wir haben zuerst mit den größeren Kindern einen Spaziergang auf dem Stadtwall gemacht (recht ungefährlich, da er meist mehrere Meter breit ist) und sind dann durch die Altstadtgassen geschlendert. Ihr könnt Euch aber auch Fahrräder ausleihen und auf der Mauer fahren. Eine echte Gaudi! Das Highlight der Altstadt ist der Amphitheater-Platz. Man erkennt noch die Überreste des Theaters, das in Wohnbau umgewandelt wurde. Ein kleiner Tipp: Man kann in Lucca sehr gut einkaufen, insbesondere Bekleidung!

4. Toskana-Perle: Florenz und Fiesole

Florenz ist neben Pisa natürlich der Klassiker schlechthin. Leider ist die Stadt von Touristen überlaufen und kann mit Kindern stressig werden. Wir empfehlen deshalb im Voraus Online-Tickets für ein bis zwei Haupt-Sehenswürdigkeiten wie die Uffizien und die Kathedrale zu buchen und ansonsten die Schönheit der Stadt zu genießen. Es lohnt sichfrüh unterwegs zu sein – dann ist es noch nicht so voll. Hinter dem Dom gibt es ruhige, schattige Straßen, in denen Ihr hervorragend essen und bummeln könnt.

Wenn Eure Kinder ein bisschen älter sind und mehr Durchhalte-Vermögen haben, empfehlen wir einen Stadt-Rundgang, der Folgendes beinhalten sollte: den Palazzo Vecchio mit der Kopie des berühmten David von Michelangelo davor und dem herrlichen Skulpturenmuseum im Freien und die Ponte Vecchio, die „Brücke der Juweliere“- eines der Symbole von Florenz. Auch nicht fehlen darf die Piazzale der Uffizien, die Kirche Santa Croce, die Kirche der Franziskaner, wo die berühmten Gräber von Michelangelo, Galileo, Machiavelli und Rossini und die Fresken Giottos bewundert werden können. Ebenfalls imposant ist die Grabkapelle der Medici an der Kirche San Lorenzo mit Plastiken von Michelangelo. Lohnenswert ist der Domplatz, im religiösen Herzen der Stadt, wo sich die Kathedrale Santa Maria del Fiore, der immerhin viertgrößte Dom der Christenheit, mit der Kuppel von Brunelleschi erhebt, und sich das Baptisterium mit der Paradiestür und der Glockenturm von Giotto befinden.

Etwas ruhiger geht es in Fiesole, 15 Autominuten von Florenz-Zentrum zu. Hier empfehlen wir Euch die Besichtigung der Überreste der etruskischen Mauern, die von dem historischen Ursprung der Stadt Zeugnis tragen. Auch das römische Theater aus dem ersten Jahrhundert v. Chr., wo im Sommer eindrucksvolle kulturelle Veranstaltungen angeboten werden, ist einen Besuch wert. Fiesole hat zahlreiche nette Restaurants, in denen Ihr gut sitzen und lecker speisen könnt. Unsere Kinder waren uns sehr dankbar, als wir das Touristen-reiche Florenz verließen und wir dem entspannten Fiesole einen Besuch abstatteten.

5. Italienischer Badeort Forte dei Marmi

Forte dei Marmi ist ein typischer italienischer Badeort mit zahlreichen „Bagnos“, wunderschönen Strandbädern.  Manche sagen sogar, er ist das „St. Tropez“ der Toskana. Ihr erlebt dort, wie die Italiener „Urlaub“ machen: sie mieten sich eine (nicht gerade günstige) Liege in einem „Bagno“ und verbringen dort den ganzen Tag am Strand. Mittags kehrt man in das näheste Bagno-Restaurant ein. Wir haben diesen typischen italienischen Strandtag einmal durchexerziert und fanden es sehr lustig, den italienischen Familien zuzuschauen. Aber Achtung, sich „wild“ niederlassen ist nur auf öffentlichen Strandabschnitten erlaubt – da ist der Italiener sehr eigen.

Unsere Tipps für die Nördliche Toskana findet Ihr hier.

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