Die häufigsten Tropen- und Reisekrankheiten Was tun wir dagegen? Unsere Tipps!

Eine Fernreise mit der Familie geplant? Wir sind neidisch! Aber habt Ihr Euch auch über mögliche Infektionen, die besonders in tropischen und subtropischen Ländern lauern, informiert? Die Liste der möglichen Infektionen ist lang. Wir haben die häufigsten und am weitesten verbreiteten Tropenkrankheiten zusammengestellt.

Die häufigsten Tropen- und Reisekrankheiten

Reisekrankheit Dengue-Fieber

Das von der Aedes-Mücke übertragene Dengue-Fieber gehört zu den meist verbreiteten Tropenkrankheiten überhaupt. Ihr könnt es Euch in Asien – vor allem in Südostasien – in Süd- und Mittelamerika, in Afrika, Australien und sogar auf den Inseln des Pazifiks einfangen. Die Viruserkrankung beginnt plötzlich mit akutem Fieber, das von starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schmerzen der Muskulatur und sogar der Knochen begleitet wird. Manchmal kommt es dabei zusätzlich zu fleckigen Ausschlägen.

Meist ist die Krankheit schon nach einigen Tagen überstanden. In seltenen Fällen kann es aber zu schweren inneren Blutungen und sogar zu einem Schock kommen. Diese eher seltenen Verläufe können tödlich enden. Daher: Wenn Ihr mit Sprays oder Lotionen Mückenstiche vorbeugt, schützt Ihr Euch also automatisch vor dieser Reisekrankheit. Auch das allgegenwärtige Moskitonetz hilft gegen Mücken und schützt damit vor dem Virus.

Reisekrankheit Malaria

Genauso weit verbreitet wie das Dengue Fieber ist eine andere Reisekrankheit: die Malaria. Sie wird von einem einzelligen Parasiten, dem Plasmodium, verursacht und ist – rechtzeitig erkannt – heilbar. Auflesen könnt Ihr Euch den Malariaparasiten weltweit in den Tropen und Subtropen. Ein einziger Stich der Anopheles-Mücke reicht schon aus.

Das Tückische an dieser Tropenkrankheit: Manchmal zeigen sich die ersten Symptome erst nach einem Monat – also, wenn Ihr wahrscheinlich schon wieder zu Hause seid. Wenn Ihr Pech habt, bricht sie aber auch noch im Urlaub aus. Eine Woche vergeht vom Stich bis zu den ersten Symptomen auf jeden Fall. Generell ist die Malaria durch regelmäßige Fieberschübe gekennzeichnet.  Es können aber weitere Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bauchweh und allgemeine Schwäche auftreten. Auch bei der Malaria ist der Mückenschutz das A und O. Bei Reisen in sehr gefährdete Regionen solltet Ihr Euch zusätzlich mit den entsprechenden Medikamenten gegen diese Reisekrankheit ausstatten.

Magen-Darm-Erkrankungen durch Tropenkrankheiten

Erfahrene Weltenbummler wissen: Mit nichts fängt man sich Durchfall und Erbrechen in fernen Ländern so gut ein wie mit Leitungswasser und ungewaschenen oder nur unzureichend gegarten Lebensmitteln. Dahinter können eine ganze Reihe von Tropenkrankheiten stecken:

  • Bakterienruhr
  • Amöben- oder Giardienruhr
  • Kryptospiridose
  • Salmonellen
  • Shigellen
  • Campylobacter
  • ETEC – enterotoxische Escherichia coli

Außerdem sind in einigen Gegenden der Welt auch „alte“ Seuchen wie Typhus und Cholera nicht ausgestorben. Je nach Ursache reichen die Symptome hier von leichten Durchfällen und Übelkeit bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen, etwa bei der Cholera Asiatica.

Auch bei diesen typischen Reisekrankheiten ist eine Prophylaxe die beste Lösung. Das heißt für Euch: Ihr trinkt Wasser besser nur aus (unangebrochenen) Flaschen oder kocht es vorher gründlich ab. Auch Obst und andere Lebensmittel von Märkten, in manchen Ländern sogar aus einigen Restaurants, solltet Ihr besser meiden. Für den Notfall sollte Eure Reiseapotheke ein Durchfallmittel enthalten.

Reisekrankheit Zika-Virus

Noch ein Weltenbummler unter den Viren ist das Zika-Virus – ursprünglich war es in Afrika zu Hause, ist aber inzwischen fast im gesamten tropischen und subtropischen Gürtel und in den USA anzutreffen. Übertragen wird diese Tropenkrankheit hauptsächlich von Aedes-Mücken. Inzwischen ist aber auch eine sexuelle Übertragung nachgewiesen. Ansonsten gilt auch hier: Mückenschutz ist die oberste Priorität. Bei einer Ansteckung holen Euch schnell grippeähnliche Symptome ein. Dazu kommen manchmal Bindehautentzündung und Hautausschläge. Insgesamt verläuft eine Zika-Infektion jedoch meist milder als andere Reisekrankheiten.

Gefährlich ist das Virus allerdings für die Schwangeren unter Euch, beziehungsweise Euer ungeborenes Kind. Dieses kann bei einer Infektion schwere Schäden erleiden. Wenn Ihr also gerade mitten in der Familienplanung seid oder bereits ein Kind erwartet, meidet Ihr Länder mit Zika-Vorkommen am besten. Ob Euer Wunschreiseland dazu gehört, könnt Ihr zum Beispiel beim Tropeninstitut anfragen oder Ihr wendet Euch an Euren Hausarzt.

Nichts desto trotz- lasst Euch von dieser Liste nicht einschüchtern! Mit einer sorgfältigen Vorbereitung, nach Abklärung mit Eurem Haus-/ oder Kinderarzt, steht Euch Eurer Fernreise, die Ihr sicher nie vergessen werdet, nichts im Wege!

 

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