Auf Natur-Entdecker-Tour durch Costa Rica, Teil 2 Entlang der Pazifischen Küste: Papageien-Aufzuchtsort, Montezuma-Wasserfall

Costa Rica- ein unentdecktes Reiseziel für Familien! Hoffentlich haben wir Euch in unserem ersten Beitrag davon überzeugen können. Unser zweiter Costa Rica-Teil führt Euch nach Samara und Montezuma. 

Samara

Pferde-Ausritte und Bootstouren

Wer ganz besondere Momente mit heimischen Tieren erleben möchte,  sollte noch etwas südlicher bis Samara fahren. Samara ist mit Sicherheit nicht mehr ganz so unentdeckt wie die etwas nördlicheren Strände. Aber von Hotelbunkern und Menschenmassen am Strand ist auch hier keine Spur zu sehen. Auf Euch warten liebevoll eingerichtete Strandcafés und kleine Shops,  für kleine Abenteurer werden Pferde-Ausritte am breiten Palmen gesäumten Sandstrand und Bootstouren angeboten. Das ganz besondere -und wohl auch einzigartige Erlebnis-  wartet noch etwas weiter im Landesinneren auf Euch.

Papageien-Aufzuchtsort: The Ara Project

The Ara Project ist eine Papageienfarm und ein Aufzuchtsort für verletzte Aras. Wahrscheinlich erwartet Ihr kleine Käfige  und wundervolle Vögel, die auf Baumstämmen vor sich hin wippen. Weit gefehlt! Spätestens dann, wenn die geführte Tour beginnt und ihr die ersten Treppen in einen Teil des Dschungels hinuntersteigt, der eigens dafür gemacht wurde, um diese ganz besonderen Vögel zu schützen, zu pflegen und sie in ihrem ganz natürlichen Lebensraum zu beobachten, werdet Ihr schwer beeindruckt sein. Aber erst dann kommt dieser Gänsehaut-Moment: Mehr als nur einer dieser Ffarbenprächtigen Vögel fliegt aus der Ferne durch die Baumwipfel auf die eigens dafür gebauten Holzplattformen. Diese werden von Zeit zu Zeit mit Körnern und kleinen ‚Leckerlies‘ bestückt. Die Aras landen keine zwei Meter entfernt vom Wanderweg, wo wir mit Handykameras und Fotoaparaten bereit standen und gar nicht wussten, wie uns geschieht. Einmalig und einfach nur wunderschön! Auf dieser Tour erfahrt ihr so vieles über diese prächtigen Dschungel-Bewohner! Zzum Abschied nehmen Eure Kinder aus einem bunten Strauß verlorener Ara-Federn eine bunte und schöne Feder mit nach Hause. Wobei nach Hause immer relativ ist: Denn der Hinweis, dass das Ausführen solcher Federn strengstens verboten ist, wird ganz am Ende jedem Besucher noch mit auf den Weg gegeben.

Montezuma

Bilderbuch-Strände, traumhafte Hotels und Badespaß am Wasserfall

Von Samara aus sollte unsere letzte Station nun Montezuma am südlichen Ende der Nicoya-Halbinsel sein. Wir mussten uns entscheiden, ob wir den Weg entlang der Küstenstraße oder auf der im Landesinneren gebauten Teerstraße nehmen. Wir entschieden uns für die Küstenstraße. Allerdings stellte sich nach einer gefühlten Ewigkeit heraus, dass diese sogenannte Küstenstraße keineswegs mit einem malerischem Blick auf Buchten und Strände gesäumt war. Es ging stattdessen Berg auf Berg ab auf unbefestigten Geröll-Straßen, durch mehr oder manchmal auch weniger ausgetrocknete Fluss-Bette und durch den einsamen, aber nicht weniger heißen Dschungel-ohne auch nur eine Menschenseele zu begegnen. Was es allerdings auch hier wieder in rauhen Mengen und ganz ‚for free‘ gab war: Abenteuer-Feeling, Tausende von Krebsen, die kreuz und quer über den Weg und im Gestrüpp umherwanderten, Leguane, Affen-Familien und unberührte Natur pur (und nur fürs Protokoll: auf dem Rückweg haben wir uns -ohne lange zu überlegen- für die viel bequemere Variante der Teer-Straße entschieden).

In Mal Pais angekommen, haben wir erstmal unser erstes Domizil begezogen: The Place am Mal Pais-Strand. Ein großer Pool mit kleinem Wasserfall sowie hübsch und gemütlich eingerichtete kleine Häuschen machten es uns schwer, schon am nächsten Tag weiter zu reisen. Mal Pais ist übrigens ein weltbekannter Surfer-Hotspot.

Hotel Amor De Mar in Montezuma

Unsere letzte Unterkunft und unser ganz persönlicher Hotspot hieß Amor De Mar in Montezuma auf der anderen Seite der Nicoya-Halbinsel. Diese Unterkunft verzauberte uns mit seinem großen, gepflegten und immer grünen Garten (auch in der Trockenzeit), den vereinzelt zwischen Palmen aufgehängten Hängematten und den vielen verschiedenen Orchideen sowie exotischen Blumen aller Art. Die kleinen, sehr natürlich eingerichteten Zimmer, teils mit Doppelbetten und teils mit Stockbetten eingerichtet, ließen nur eine Frage bei den Kindern aufkommen: Wer schläft oben, wer schläft unten? Das ganze Grundstück liegt direkt am Meer auf Felsen und Gestein. Die großen Wasserlöcher, die über die Jahre vom Meer zu kleinen Swimmingpools ausgespült wurden und jeden Tag von der Flut mit kühlem klaren Meerwasser durchspült werden, ersetzten einen Swimmingpool allemal. Und die vielen bunten Fische, die darin schwimmen, störte es nicht im geringsten, wenn der eine oder andere Gast mutig von den Felswänden in die Tiefe sprang, um sich im kühlen Nass zu erfrischen. Ein weiterer Grund, sich für diese Unterkunft zu entscheiden: sie liegt direkt gegenüber des Eingangs  zum Montezuma-Wasserfall.

Der Wasserfall von Montezuma

Am nächsten Tag haben wir die Flip Flops mal ausgelassen und sind in unsere -bis dato überflüssigen- Turnschuhe gestiegen und haben uns gemütlich nach dem Frühstück auf den Weg gemacht, um die ersten Besucher am Montezuma-Wasserfall zu sein. Immer im Gepäck: eine große Wasserflasche, eine Kleinigkeit zu essen und etwas Süßes für die Kinder. Denn auch wenn der ganze Spaziergang im Schatten unter den Bäumen entlang des Wassers verläuft, sollte man die dauernde Hitze und Anstrengung nicht unterschätzen. Am Wasserfall angekommen, war die Freude riesengroß. Denn diesen schaut man sich nicht nur hübsch an, sondern springt rein! Als der erste Sprung vom Fels in die Tiefe geschafft war und der Mut in Übermut umschlug, gab es kein Halten mehr! Es wurde gesprungen und fotografiert, bis die Speicherkarte auf dem Handy keinen Platz mehr hatte.

Den nächsten Morgen starteten wir mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Mit einem leckeren Frühstück im Bauch machten wir uns glücklich und vollgepackt mit Erlebnissen auf die Rückreise.

Wer genügend Reise-Taschengeld eingepackt hat, kann anstelle des etwas beschwerlichen, aber definitiv sehr aufregenden und schönen Weg mit dem Auto zurück nach Liberia, auch mit dem Propellerflugzeug (direkt von einem der kleinen Flughäfen in Tambor, Nikoya, Samera oder Nosara) fliegen. Ein Traum über den Wolken, die Küste entlang aus der Vogelperspektive, ist sicher auch ein Erlebnis…. was wir uns allerdings nicht mehr gegönnt haben. 

Hier endet der Reisbericht von Anja über Costa Rica – ein herrliches Land, nicht wahr? Zu guter Letzt hat sie uns noch verraten, was Ihr kulinarisch keinen Fall verpassen solltet.

Was Ihr unbedingt in Costa Rica essen müsst!

Pipa Fria (frische Kokosnus)

wird am Straßenrand auf die Hand verkauft. Mangos, Bananen und Ananas wachsen nicht nur frisch am Baum, sondern Ihr findet sie auch unter kleinen mit Palmenblättern bedeckten Verkaufsständen am Wegesrand.

Arreglado

ist ein kleines Sandwich mit Fleisch, Käse oder Huhn.

Carne Asada

sind dünne, gebratene Rindfleischscheiben.

Chorreado

Diese Maispfannkuchen mit Sauerrahm machen süchtig.

Empanada

Gerollte Maispfannkuchen mit Bohnen, Käse, Fleisch, Kartoffeln machen paaapppsatt.

Enchilada

Teigtasche mit Käse, Kartoffeln, Fleisch

Frijoles Molidos

Püree aus Bohnen mit Zwiebeln und Paprika

Guacamole

pürierte Avocados, gewürzt mit Zitronensaft und Tomaten

Olla de Carne

Dieser Eintopf mit Fleisch, Huhn, Kartoffeln, Gemüse, Mais, Yucca, Kochbanane solltet Ihr unbedingt probieren.

Pan Bon

Das dunkle Früchtegewürzbrot fehlt in jeder deutschen Bäckerei.

Hier geht es weiter zu allgemeinen Informationen zu Costa Rica.

 

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