Auf Natur-Entdecker-Tour durch Costa Rica, Teil 1 Wasserfälle, Traum-Strände, Dschungel, wilde Pferde, Affen & vieles mehr

Ist der Flug nicht etwas weit? Ist Costa Rica wirklich sicher mit Kindern? So und ähnlich sahen die Fragen von Freunden aus, als wir zum ersten Mal nach Costa Rica gereist sind. Heute, drei Jahre später und drei Costa Rica-Reisen mehr im Gepäck, können wir beide Fragen klar mit „Ja“ beantworten. Auch wenn Costa Rica auf der Landkarte im Vergleich zum großen Amerika nur sehr schmal und klein wirkt, so ist es an Vielseitigkeit, Naturschauspiel und Abwechslung kaum zu überbieten. In unserem Bericht konzentrieren wir uns auf die Westküste am Pazifischen Ozean.

Unsere Reise startete in Liberia, einem kleinerem Flughafen im Norden des Landes. Nach vielen Stunden Flug und einem Stopover in Atlanta, wurden wir im April auch noch am Abend von sommerlich warmen Temperaturen empfangen. Dort nahmen wir uns einen Mietwagen.

Nationalpark Rincon de la Vieja

Pferdetour, Wasserfälle, Hot Springs, Lava-Schlammbäder

Unsere erste Station war der Nationalpark Rincon de la Vieja. Unser Hotel inmitten des Nationalparks, Hacienda Guachipelin, hatte einen großen Pool und war bei kostanten Tagestemperaturen von bis zu 37 Grad eine willkommene Erfrischung. Das Hotel bot eine schöne und gepflegte Anlage inmitten ursprünglicher Natur. Vom Adventure Center, dem Herzen der Anlage, buchten wir diverse Touren. Wir hatten uns aufgrund unserer kleinen 4- und 5-jährigen Kinder auf eine geführte Pferdetour („Be a Cowboy for one day“) zu einem der zahlreichen Wasserfälle und einer Tour im eigenen Auto zu den Hotsprings entschieden. Kühle Wasserfälle, sechs heiße Quellen im kristallklaren Thermalwasser, Lava-Schlammbäder und schmale Wege, die uns über Hängebrücken, durch Gestrüpp und über felsige Hügel quer durch den Dschungel führten, waren nur ein kleiner Teil der dort angebotenen Attraktionen. Rafting, Canyoning und ein Hochseilgarten (Ziplining) boten Abenteuer und Nervenkitzel pur.

Aber auch für etwas Ruhe und Entspannung wurde gesorgt – ob im Simbiosis Spa der Hacienda Guachipelin oder beim Betrachten der farbenfrohen Schmetterlinge und Frösche im Serpentarium, dem Schmetterlings- und Frösche-Garten.

Die Zeit verging schon in den ersten Tagen wie im Flug und der Jetlag längst vergessen.

Die pazifische Küste

Traum-Strände, Tauchen und Sonnenbaden

Anschließend führte uns unsere Reise  an die die Küste, entlang der zahlreichen Strände von Coco’s Beach, Potrero Beach bis nach Tamarindo. In Tamarindo gab es zahlreiche Cafes und Einkaufsmöglichkeiten. Souvenir-Shops, Bekleidung und handgemachtes Allerlei. In einem Satz:  es gab alles, was das Herz begehrte. Ein idealer Ort zum Tauchen und Sonnenbaden. Lederschildkröten nisten hier von Oktober bis Mai entlang der herrlichen Strände. Leider haben wir dieses Naturspektakel nicht erlebt. Es soll aber sensationell sein! Ein weiteres gibt es am Strand von Ostional, von dem ich Euch noch erzählen werde.

In Costa Rica zahlt man gerne dieselben Preise wie in Deutschland. Was es jedoch ganz gratis gibt, ist der wunderschöne Blick auf den Strand, das Meer und die Wellen. Und das leichte Ziehen auf der Haut, das uns daran erinnert, sich wieder mal mit Sonnenschutz einzureiben.

Unentdecktes Nosara & Guiones

Dschungel-Action, Strand-Abenteuer und Tiere hautnah

Anschließend ging es mit dem Auto bis nach Nosara und Guiones. Hier kamen wir in einem Teil von Costa Rica, der noch recht unbekannt und abseits vom Massentourismus im Dschungel liegt. Einfach herrlich! Vielleicht liegt diese Ruhe und teilweise verschlafene Lebensart auch daran, dass die Straßen rings um Nosara und Guiones von dem starken Regen in der Regenzeit (Mai bis November) und Trockenphasen (Dezember-April) gezeichnet sind und nicht schneller als mit 30 km/h befahren werden können. Schlaglöcher oder auch mal eine dahinziehende Kuhherde, wilde Pferde oder einfach dicke Staubwolken von vorbeifahrenden Autos entschleunigten auf ganz natürliche und entspannte Weise. Es machte richtig Spaß, sich diesem neuen Rhythmus hinzugeben. Wer nun denkt, in diesem Teil des Landes gäbe es nichts als dicke Bäume und Gestrüpp, der hat sich geirrt. Gerade diese Ecke ist ein wahres Paradies für Wellenreiter und kaum jemand ist dort ohne Surfbrett unterwegs.

Deshalb haben wir dort ein bisschen länger Halt gemacht und so viel erlebt:

Affen pflegen im Nosara Wildlife Refuge

Das Nosara Wildlife Sanctuary at Sibu oder Nosara Refuge for Wildlife ist eine spannende und interessante Tieraufzuchts-Station, die wir mit Sicherheit noch lange in Erinnerung behalten. Dort schauten wir den Mitarbeitern dabei zu, wie sie kleine und verletzte Affen wieder aufpeppelten.

Schaudernd eine Fledermaushöhle besuchen

Ein tolles Erlebnis war es, bei Ebbe in eine im Meer gelegene Fledermaushöhle zu wandern und Tausenden dieser Tiere beim „Abhängen“ und Fliegen zuzusehen- ein kleiner Gruselfaktor inklusive.

Spaziergang und Lagerfeuer am Strand

Ein ganz normaler Strand-Spaziergang klingt bei diesem Urlaubsangebot ja fast schon langweilig… was jedoch in keinster Weise der Fall ist. Denn immer den Blick auf die Surfer gerichtet, verpasst Ihr die wunderbaren Muscheln und Steine, die es zu sammeln gibt. Natürliche Wasserbecken, die je nach Gezeitenströmung wie kleinen Swimmingpools genutzt werden können, sind besonders beliebt bei Familien mit ganz kleinen Kindern. Warum? Weil es keine Strömung und keine unerwarteten Tiefen gibt. Zum krönenden Abschluss unseres Strandtages haben wir bei Einbruch der Dunkelheit ein Lagerfeuer gemacht. Schnell hatten wir sämtliches Holz zusammengesucht, ein Feuer entzündet und Marshmellos gegrillt.

Abenteuer Dschungelsafari

Verlässt man den Strand und geht ein Stück landeinwärts durch Dschungelgestrüpp, kann man mit Sicherheit mehr als nur einen Leguan beobachten, der sich gerade in der Sonne eine kleine Pause gönnt. Und dazu müsst Ihr keinen Ausflug buchen! Anfangs kann man manche Geräusche nur schwer zuordnen, aber spätestens, wenn Ihr den Blick vom Boden in die Bäume hebt, könnt Ihr sie sehen: Gibbons! Diese Brüllaffen ziehen in Großfamilien von Baum zu Baum und genießen den Spaziergang kreuz und quer durch den Dschungel. Nicht selten mussten wir einen kurzen Foto-Stopp einlegen, um dieses Schauspiel zu verfolgen. Aber auch Ameisenbären und Gürteltiere streifen auf der Suche nach Nahrung umher.

Naturspektakel Schildkröten

Im September findet eine ganz besondere Attraktion am Strand von Ostional statt. Jeden Monat, 10 Tage nach Vollmond, kommen am Strand von Ostional die Schildkröten zur Eiablage an den Strand. Dieses beeindruckende Schauspiel findet das ganze Jahr über statt. Von Juli bis Dezember sind die sogenannten “arribadas” allerdings am Häufigsten und Grössten. Dann statten hier bis zu 350.000 Schildkröten innerhalb weniger Nächte den Stränden einen Besuch ab, legen unter ganzem Körpereinsatz ihre Eier im Sand ab, um im Anschluss wieder in den rauschenden Wellen zu verschwinden. In Ostional geborene Schildkröten-Weibchen kommen auf ihren langen Meeresreisen, die bis nach Baja California im Norden und den Galapagos-Inseln im Süden reichen, immer wieder zurück nach Ostional, um hier den Weg für eine neue Generation zu bereiten. Ein magisches Naturerlebnis, das Euch sicher in seinen Bann ziehen wird. Wir haben die Schildkröten im April schon bei der Paarung vom Boot aus betrachtet.

Weitere Highlights

Kids-Surfcamp, Kayak-, SUP- und Quad-Touren

Auch schon für die Kleinsten (ab vier bis fünf Jahren) werden Surfcamps angeboten. Schön für Kinder ist das Noras Kids Camp. Da können schon die Kleinsten (die Tochter meiner Freundin ist fünf Jahre alt und hat mitgemacht) wochenweise Kurse belegen. Erst sammeln sich alle in der Früh und werden reichlich mit Sunblocker eingecremt. Dann geht die Gruppe an den Strand und macht gemeinsam mit dem Surflehrer 2-3 Stunden Surfübungen. Bei uns war sogar eine deutschsprachige Lehrerin dabei. Anschließend gibt es ein gemeinsames Mittagessen, dann geht es weiter in den Skate Park, wo die Kinder auf Skateboards in der Halfpipe weiter das Gleichgewicht und die Balance üben.

Aber auch Quad-Touren durchs Gelände oder SUP- oder Kajak-Touren auf dem Fluss sind Abenteuer und Nervenkitzel pur.

Bootstour mit Schnorchel-Spaß

Was auch erwähnenswert ist, war die Bootstour mit Nosara SeaSaw am Playa Garza, die wir gemacht haben. Juri, der Besitzer (ein Italiener) ist sehr nett und hat für uns (6 Mamas mit Kindern) extra eine Bootstour zu einer einsamen Insel organisiert. Mit an Board: Getränke und für jedes Kind eine Schwimmweste. (Schnorchel, Taucherbrille sowie Wassermelonen und Knabbersachen haben wir selbst mitgebracht). 50 Meter vor der Insel mussten wir vom Boot springen und zur Insel hinüber schnorcheln. Ein herrliches Erlebnis!

Adrenalin pur – Ziplining

Auch Ziplining (Man gleitet von Baumwipfel zu Baumwipfel) ist im Angebot. Die Agentur in Nosara, bei der wir in den Baumwipfeln an Seilen durch die Baumwipfel gesaust sind, heißt „miss sky“. Und es ist nicht nur irgendeine Seiltour, sondern die angeblich längste Strecke der Welt mit über 11 km Länge.

Enstpannung mit Yoga

Nach all den aufregenden Erlebnissen mussten wir dringend entspannen. Bloß wo? Natürlich mit einem Yoga-Kurs beim Nosara Yoga Institute. Aber es gibt auch Fitness-Studios unter Wellblechdächern oder Boxkurse, die man belegen kann.

Restaurant-Tipps in Nosara

Zahlreiche Beachcafes und Restaurants haben sich schon einen Namen gemacht. Auch kleine Boutiquen, Yogacenter oder einfach nur umgebaute Wohnwägen dienen als Take-Away-Lunch Ausgabe. Allee Gerichte waren sehr gesund und frisch zubereitet.

La Luna

Am Tage, aber auch am Abend konnte man wunderbar ein kühles Bier oder einen frischen Smoothie in einem der zahlreichen Restaurants genießen. Zum Sonnenuntergang war unser Lieblingsplatz das La Luna in Nosara. Direkt am Strand,  etwas erhöht und mit romantischem Blick durch die Palmen, konnten wir den Sonnenuntergang beobachten oder einfach nur mit chilliger Music im gemütlichen Garten eine Pizza oder Fischteller verspeisen – Entspannung und Urlaub pur.

Café de Paris B&B

Das Café de Paris ist toll mit Kindern, da es alles hat und fußläufig zum Strand liegt. Es hat einen Pool, einen kleinen Kinderspielplatz, einen Dschungel-Minigolfplatz und liegt umgeben von einigen kleinen Shops und und Einkaufsmöglichkeiten direkt an der Busstation.

Auch eine kleine französische Bäckerei ist angegliedert, in der man sogar auch deutsche Spezialitäten wie Brezeln und Croissants bekommt.

Das war aber noch längst nicht alles! Lest weiter in unserem zweiten Teil zu Costa Rica.

Hier geht es weiter zu allgemeinen Reiseinformationen zu Costa Rica.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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